Aufgeschnappt

 unknownLiebe Freunde und Förderer der AKT, liebe Tierschutzkollegen,

während wir hier in Deutschland und Europa gegen Massentierhaltung und für Tierrechte kämpfen, gar den Veganismus zu etablieren versuchen, werden zeitgleich in weiten Teilen der Welt, insbesondere in südasiatischen und fernöstlichen Ländern, Tiere aller nur denkbaren Arten auf abscheulichste und unbeschreiblichste Art zu Tode gefoltert.

Tiere werden – stets bei lebendigem Leibe – verzehrt, gekocht, abgeflammt, gehäutet, gegart, zerlegt, ausgeweidet, frittiert, stranguliert – nicht nur Hunde und Katzen, auch Affen, Rinder, Frösche, Reptilien und Fische aller Arten, Kraken, ja sogar streng artengeschützte Großkatzen etc. Das Internet ist voll mit Videoaufnahmen solcher Szenen, wie sie auf offener Straße, in Restaurants, in Gassen, auf Plätzen und Hinterhöfen als Alltagsnormalität zu beobachten sind. Stets stehen Menschen dabei, oft auch Kinder, die dabei amüsiert zusehen, lachen und sich voller Eifer sogar beteiligen. Stets ist niemand zu sehen, der einschreitet, wenigstens Empörung, Trauer oder Wut zeigt. Nachahmungseffekte nehmen weltweit beträchtlich zu – vor allem bei Kindern und Jugendlichen, die diese Filme ansehen – auch in den westlichen Ländern. Der soziokulturelle und psychosoziale Schaden ist insgesamt beträchtlich, trägt er doch im Zeitalter des Internets, der Handys und Smartphones zu einer Potenzierung der Verrohung der Menschen weltweit bei.

Wenn wir Globalisierung wirklich ernst nehmen, dann kann es niemanden von uns gleichgültig sein, was in anderen Teilen der Welt mit Tieren geschieht. Oft hören wir (sogar aus den eigenen Reihen) den Verweis auf die Grausamkeiten, die Tieren bei uns zugefügt werden, um unsere Empörung über die Grausamkeiten in anderen Erdteilen quasi zu relativieren. Wer sich eine solche Argumentation und Sichtweise zu eigen macht, sollte sich Klarheit darüber verschaffen, dass er hierdurch weder den Tieren bei uns, noch denen in den anderen Ländern einen Gefallen tut, zumal er den soziokulturellen und psychosozialen Schaden im Zeitalter des Internets dabei vollkommen verkennt.

Wir haben nun diese pervers-sadistischen Praktiken in Asien zum Anlass genommen, den UN-Generalsekretär A. Guterres sowie den Dalai Lama anzuschreiben. Weitere Schreiben an Papst Franziskus, die Regierungen der betroffenen Nationen, einflussreicher westlicher Nationen und internationaler Institutionen der Wirtschaft, Kulturwissenschaft und Gesellschaft sind in Arbeit.

Längst überfällig wäre im 21. Jahrhundert eine UN-Charta für Tierschutz, die zumindest proklamiert, dass jedes Tier, das der Mensch glaubt töten zu müssen oder zu dürfen, ein Anrecht auf einen raschen Tod ohne Schmerzen, Leid und Angst zugestanden bekommt. Das Foltern und Quälen von Tieren sollte darin als Verbrechen gegen die Menschlichkeit definiert werden. Alle UN-Mitgliedsstaaten sollten aufgefordert werden, ein entsprechendes Tierschutzgesetz zu erlassen. Die Einrichtung eines Ressorts für interkulturelle ethische Standards sollte auf UN-Ebene installiert werden sowie eine UN-Tierschutzorganisation vergleichbar des IUCN bezüglich Naturschutz.

Schon lange schwebt mir eine ständige Vertretung nichtmenschlicher Interessen innerhalb der UN vor (nach dem Vorbild des UN-Status des Vatikan als Nation ohne Territorium), die die Interessen der Mehrzahl der irdischen Bevölkerung bestehend aus Nichtmenschen gegenüber der Staatengemeinschaft der Menschen reklamiert. Unsere obigen Forderungen wären ein Anfang, um dies zu erreichen.

Je nachdem, wie sich unsere internationale Initiative entwickelt und welche Resonanzen wir auf unsere Schreiben erhalten werden, ist eine Petition geplant, internationale Medienarbeit und der Schulterschluss mit NGO’s, die hierbei mit uns kooperieren wollen.

Wir möchten Euch bereits jetzt bitten, unsere angefügten Schreiben zu verbreiten und zu posten (bitte schickt uns die entsprechenden Links).

Falls Ihr weiterführende Ideen habt, teilt sie uns bitte mit. Wir danken für Eure Aufmerksamkeit und Solidarität!

Peter H. Arras 

http://www.akt-mitweltethik.de/ 

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 Gunter Bleibohm:

Masse – Struktur und Wirkung

Der Irrsinn ist bei einzelnen etwas Seltenes – aber bei Gruppen, Parteien, Völkern, Zeiten die Regel. Friedrich Nietzsche: Jenseits von Gut und Böse,156

Der Begriff der „Masse“ kennzeichnet immer ein quantitatives und/oder qualitatives Geschehen und beschreibt eine Summe von Einzelindividuen, deren persönliche Charakter-, Körper-, und Verhaltensausprägungen sich statistisch um markante Werte gruppieren, die als repräsentativ für das Gesamtbild stehen. Abweichende Einzelfälle vom Zentralwert der Ausprägungen decken im Rahmen einer Normalverteilung die ganze Bandbreite des betrachteten Merkmals ab.

Masse entsteht quantitativ durch exponentielles Bevölkerungswachstum, durch Konzentration der Menschen in Megastädten, in Großunternehmen, Armeen etc., kurzum in allen Strukturen, die eine große Menschenmenge zur Voraussetzung haben, deren Steuerung Regeln, Gesetze, Verordnungen erfordert.

Die qualitative Masse bezeichnet das Phänomen, dass allgemeine Meinungen, Verhaltensweisen, Ansichten, Glaubensvorstellungen, Lebensgewohnheiten, Vorurteile, Konsumverhalten etc. regelmäßig Bestandteil der eigenen, der individuellen Meinung geworden sind und lebensbestimmend für den einzelnen Menschen sind.

Charakteristika

  1. Die Ent-Individualisierung des Menschen erfolgt durch seine grenzenlose Vermehrung in der Neuzeit. Der Weg führt vom Individuum zur menschlichen Fabrikware – genormt, unselbständig, bis zur Rechtlosigkeit verwaltet und überwacht. Das Individuum hört auf, ein selbständiges, autonomes Wesen zu sein; es mutiert zum Gattungsexemplar, tauscht individuelles Bewusstsein zugunsten des Kollektiven.

  1. Die Masse ist egozentriert, in allen Gedanken und Handlungen nur auf das momentane Wohlbefinden ausgerichtet, ein Paradebeispiel für kollektiven Solipsismus. Nichts beschäftigt sie so sehr wie ihr Wohlbefinden, und zugleich arbeiten sie den Ursachen dieses Wohlbefindens entgegen*. Nur noch Wenige wollen wissen, nur noch Wenige wollen lernen, nur noch Wenige wollen sich ändern. Man umgibt sich lieber mit den dumpfen Emotionen aus der trüben Quelle des Nichtwissens in einem stumpf-trägen Menschenmassenbrei der ent-individualisierten Gesellschaft.

  1. Die Masse denkt nicht antizipativ. Persönliche Einschränkungen für Verbesserungen jenseits des eigenen Lebenshorizonts lehnt sie ab.

  1. Die Masse erdrückt jede Vernunft. Masse ist das Synonym für Beliebigkeit mit der Folge der Sinnlosigkeit von jedwedem moralisch-vernunftgesteuertem Verhalten. Nicht, dass der gewöhnliche Mensch glaubt, er sei außerordentlich und nicht gewöhnlich, sondern dass er das Recht auf Gewöhnlichkeit und die Gewöhnlichkeit als Recht proklamiert und durchsetzt*.

  1. Die Masse kennt keine Empathie. Ethische, moralische, philosophische Gedanken und Richtwerte gelten nur, solange sie das unmittelbare Umfeld betreffen. Andere Lebensformen fallen der Ausbeutung, Versklavung und Vernichtung anheim. Besonders gegenüber der Tierwelt ist die Masse von außergewöhnlich konsequenter Grausamkeit.

  1. Masse ist die Beibehaltung triebhafter Vernichtungsinstinkte, Masse ist der Virus für einen radikalen Globocids, Masse ist der Suizid früherer Kultur und Tugend. Die Masse vernichtet alles, was anders, was ausgezeichnet, persönlich, eigenbegabt und erlesen ist. Wer nicht „wie alle“ ist, wer nicht „wie alle“ denkt, läuft Gefahr, ausgeschaltet zu werden. Die Masse- wer würde es denken beim Anblick ihrer Dichte und Zahl- wünscht keine Gemeinschaft mit dem, was nicht zu ihr gehört; sie hat einen tödlichen Hass auf alles, was nicht zu ihr gehört*.

  1. Die Masse zeigt wissens- und bildungsmäßig zweierlei Ausprägungen. In der überwiegenden Mehrheit begnügt sie sich mit unterstem Standard, einem Standard, der gerade die alltäglichen Lebensbedürfnisse abdeckt.

Spezialisten zeigen hingegen mehr oder weniger fundiertes Expertenwissen, selten jedoch breitgefächert globales Überblickswissen. Gelehrte und weise Menschen werden zur raren Ausnahme. Die direkte Folge des einseitigen Spezialistentums ist es, dass heute, obwohl es mehr „Gelehrte“ gibt als je, die Anzahl der „Gebildeten“ viel kleiner ist als zum Beispiel um 1750*.

Steuerung der Masse

  1. Der Massenmensch ist der Mensch, der ohne Ziel lebt und im Wind treibt. Und dieser Typus Mensch entscheidet in unserer Zeit*.

  1. Die Masse ist der Idealfall für Regierende und Führende, wenn die gesetzlichen und medialen Manipulationsinstrumente klug und skrupellos eingesetzt werden. Wie sollte man nicht fürchten, dass der Staat unter der Herrschaft der Massen alle unabhängigen Individuen und Gruppen erdrückt und so die Zukunft zu einer Wüste machen wird!*

  1. Demokratische geführte Massen haben – im Gegensatz zu Diktaturen – den grundlegenden Systemvorteil, dass abweichende Meinungen und intellektuelle Ansprüche durch Mehrheitsvotum friedlich eliminiert werden können. Auf der anderen Seite folgen aus der zunehmenden Teilnehmer- bzw. Bevölkerungsgröße in einer Einheit das Gefühl und die Tatsächlichkeit der Anonymisierung und die reale Unwichtigkeit der einzelnen Person. Die persönliche Meinung wird bedeutungslos, es zählt ausschließlich die Massenmeinung.

  1. Anonyme Massen tendieren zur Schaffung von eigenen Regeln, zur sozialen Separierung bis hin zur Ghettoisierung. Politische und gesellschaftliche Funktionen – einst mal das Ideal einer mündigen Demokratie – werden zunehmend weniger wahrgenommen. Das Gesamtsystem lässt sich durch politische Abstinenz und Desinteresse leichter durch die Regierung steuern, die lokalen Probleme durch die Verweigerung demokratischer, gesetzlicher Normen nehmen hingegen zu.

  1. Die Masse wird im Normalfall über kollektive Abhängigkeiten gesteuert. Die Abhängigkeiten werden von Systemkomponenten erzeugt, die quasi-diktatorische Wirkung haben, denen das Individuum nicht ausweichen kann und deren Rahmenbedingungen von einer Führungselite gestaltet werden (KV, RV, Kitas, Schulen, Universitäten, Behörden mit allen Melde- und Steuersystemen). Das allgemeine Stimmrecht gab der Masse nicht das Recht zu entscheiden, sondern die Entscheidung der einen oder anderen Elite gutzuheißen.*

  1. Die Masse erhält ein manipuliertes Bewusstsein. Wer die Gegenwart beherrscht, beherrscht die Meinungsbildung. Die Bevölkerung wird durch folgende Methoden manipuliert: gleichgeschaltete Medien, Desinformation, Geschichtsfälschung und Geschichtslosigkeit, Überfremdung, Neusprache, Vernichtung der Identität des Volkes, Abschaffung typischer Wertvorstellungen, Gedankenpolizei und Denkverbote.

  1. Die Masse ist per definitionem massig und träge, tendenziell zunehmend körperlich und schon immer geistig. Erst wenn es gelingt mit kollektiver Emotion die Trägheit aufzubrechen, kann sich das Meinungsschiff in eine veränderte Richtung drehen. In Wahrheit wusste man sehr wenig über die Proles. Man brauchte nicht viel zu wissen. Solange sie nur arbeiteten und sich fortpflanzten, waren ihre übrigen Lebensäußerungen unwichtig….Schwere körperliche Arbeit, die Sorge um Heim und Kinder, kleinliche Streitigkeiten mit Nachbarn, Kino, Fußball, Bier und vor allem Glücksspiele füllten den Rahmen ihres Denkens aus. Es war nicht schwer sie unter Kontrolle zu halten…..Und sogar, wenn sie einmal unzufrieden wurden, führte ihre Unzufriedenheit zu nichts, denn da sie ganz ohne einen leitenden Gedanken waren, richtete sich diese Unzufriedenheit nur auf belanglose jeweilige Übelstände.(George Orwell, 1984)

  1. Die Masse vernichtet Freiheit, denn die Masse muss mit Gesetzen und Verordnungen gesteuert werden. Um zielgerichtet zu lenken, sind Informationen erforderlich. Konsequente Überwachung und Informationsbeschaffung sowie deren Verdichtung an zentraler Stelle ist die Folge. Die Schraube der Rechtsbeschneidung dreht sich unaufhörlich, langsam aber stetig und irreversibel.

Konsequenz

Die Negation des Individuellen bewahrt den Massenmensch vor der Qual, Persönlichkeit wahren zu müssen, verschont vor der Anstrengung, selbst aufrecht zu stehen, denn die Herde hält ihn aufrecht. Um ein vorbildliches Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein(Einstein). Sic est!

Die gefühlte und gefürchtete Nichtigkeit des Seins bekämpft der Gattungsmensch durch Täuschung.

Die Täuschung zeigt sich in verschiedensten Facetten. Im täglichen Leben lässt sich die Erkenntnis der Nichtigkeit durch eine künstliche Sinngebung kaschieren. Das Spektrum reicht von der Arbeitssucht bis zu Spaß und Fun bei zahlreichen sozialen Kontakten, vom Alkohol bis zum TV- bzw. PC-Süchtigen. Allen Ausprägungen ist gemeinsam, dass der Betroffene, ist er seinem eigenen Wesen ohne Fremdeinfluss ausgesetzt, auf das Wissen um seine Erbärmlichkeit zurückgeworfen wird, dem er intellektuell nicht gewachsen ist; er zerbricht an seiner geistigen Leere. Der Ausweg der Täuschung ist der Ausweg der Angst, ist der Ausweg derjenigen, die ohne die Schutzwand der Täuschung zermalmt und vernichtet würden.

Die Demütigung der Vernunft kann aber noch weiter getrieben werden, indem das „Sein“ auf ein imaginäres Jenseits gelogen wird. Das Leben wird von der Hoffnung getrieben, im Jenseits die Erfüllung all dessen zu finden, das die Realität nicht bereithält. Der Esel, dem man das Heubündel vors Maul hält, damit er zügig den Wagen zieht, ist das tierische Pendant solcher Glaubensautisten.

War ich doch zum Glauben gekommen, weil ich außerhalb des Glaubens nichts, gar nichts gefunden hatte außer Vernichtung“ charakterisiert Leo Tolstoi die bösartigste, die hinterhältigste, aber auch die dümmste Selbsttäuschung der Menschen.

Es entfallen die Pflichten für das Massenwesen, eigen Maxime, eigene Regeln und Postulate für das Leben zu finden, sie zu verfolgen und umzusetzen. Die ganze Palette sittlicher und geistiger Qual der denkenden, der abwägenden und der frei entscheidenden Persönlichkeit ist für den Gattungsmensch, den kritiklosen und widerspruchsmeidenden Vorurteils-Mensch – besser den hörig nachplappernden Fremdurteils-Mensch – drastisch zusammengeschmolzen. Er hat die herrschende Meinung, die Meinung der Herrschenden, als neue Freiheit entdeckt im Tausch gegen eine dauerhafte intellektuelle Unfreiheit. Er bedarf nun nicht mehr der Gedankenfreiheit, denn seine innere Leere füllt das Smart-Phone, das Staatsfernsehen, die Gruppenmeinung, die Religion.

Denken ist nur systemkonform erlaubt, Unterwerfung gefordert. Wer anders denkt, darf nicht laut denken, will er nicht in die Fänge der allgegenwärtigen Gedankenpolizei geraten. Das diktatorische Regime mit seiner Wirklichkeitskontrolle ist am Ziel. Der Massenmensch ist durch die jahrelange Gehirnwäsche denkamputiert und will freiwillig das tun, was er – aus Sicht der herrschenden Kaste – tun soll. Die einstige Helligkeit des Verstandes ist durch völlige Stumpfheit ersetzt worden.

Schöne neue Zukunft!

16.7.2016 Gunter Bleibohm

*Zitat aus: Ortega y Gasset, Aufstand der Massen

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Der Fall Beck

Von: Martina Gerlach  Gesendet: Dienstag, 12. Januar 2016 

An: volker.beck@bundestag.de
Betreff: Herr Beck, Sie waren informiert über die grausamste Tierquälerei …

Guten Tag, Herr Beck und Team, 

Ihre Forderung nach Akzeptanz des Verbrechens betäubungsloses Schächten von Tieren ist nicht nachvollziehbar, dafür aber völlig verantwortungslos. Ihnen gingen doch Anfang November 2015 (in Folge der Auszeichnung* durch den ZdJ)  aussagefähige Unterlagen zu dieser durch absolut nichts zu rechtfertigenden Tierquälerei, zu diesem durch nichts zu rechtfertigenden schrecklichen Anachronismus zu. Hätten Sie sich diese angesehen, hätte es zu Ihrer unverschämten und Tierqual-befürwortenden Forderungen womöglich nicht kommen können. 

Angeblich sind Sie Religionssprecher der Grünen. Dann müsste Ihnen sehr wohl bekannt sein, dass keine Religion – weder die islamische, der Koran, noch die mosaische, die Thora, – die Betäubungslosigkeit der Tiere vor dem Schächtschnitt fordert. Aber ein schonender Umgang mit Tieren wird gefordert. Dazu gehört im 21. Jahrhundert betäubungsloses Schächten nicht. 

Die bequeme Nazi-Keule oder Verweise auf Hitler sollten Sie unterlassen. Es ist erbärmlich und vor keiner Lüge scheut man zurück. Die vorsätzliche Tierquälerei betäubungsloses Schächten wurde zum Politikum erhoben, welches unter Vorwand wie z.B. „geschichtliche Verpflichtungen“ auf dem Rücken Wehrlosester – unschuldiger Tiere! – ausgetragen wird. Nur was haben denn die Tiere mit den Verbrechen der Nazis zu tun??? 

Sie verweisen auf den Ausnahme-Paragraphen 4 a (2) 2 TierSchG. Dieser fordert für solche Ausnahmegenehmigung den Nachweis der sog. „zwingenden Vorschriften“. Niemals konnten solche nachgewiesen werden! Auf mündliches Verlangen wurde mündlich Erlaubnis – quasi per Handschlag! – für solche grausame Tierquälerei ermöglicht, so z.B. in München, Berlin …. – Von wegen Gesetzeseinhaltung und Nachweis! Da auch Angehörige der mosaischen Religion niemals den vom TierSchG geforderten Nachweis erbracht haben, hätte das betäubungslose Schächten auch diesen niemals erlaubt werden dürfen! – Außerdem hat im 21. Jahrhundert solche Ausnahme/solcher Ausnahme-Paragraph keinerlei Berechtigung. Schächten will  man wie vor 3.000 Jahren, aber leben will man mit dem Fortschritt und Luxus – man denke nur an Handys, Autos … – des 20./21. Jahrhunderts! (Ins Weltall fliegen wir, aber auf der Erde sind Politiker nicht fähig, verantwortungsvoll mit dem Leben Anderer – wozu auch unsere tierlichen Mitgeschöpfe gehören – und unser aller Umwelt und Natur umzugehen! Im übrigen: Tiere – eben auch die zum Schächten und Schlachten vorgesehenen Tiere – sind nicht weniger fühlend und leidensfähig als Menschen, sie sind nicht weniger lebensberechtigt und schutzwürdig als Menschen und sie denken. Sie wissen also, was Bestie MENSCH ihnen antut. Sie wissen nur nicht warum. Das ist auch nicht zu verstehen, selbst wenn man nur über ein Quäntchen Verantwortung verfügt!) 

Bereits seit 1884  – also seit über 130 Jahren – kämpfen Menschen Deutschlands gegen das Verbrechen betäubungsloses Schächten! Weiterhin verweise ich auf die „Ergebnisse der Erhebungen über das Betäubungs- und Schächtverfahren in 585 Schlachthöfen Deutschlands“, veröffentlicht im „Deutschen Tierfreund“, Leipzig, 1. Januar 1906! Auszug: „Rückblick. Jeder Mensch, der für die humanitären Bestrebungen unserer Zeit ein wenig Verständnis besitzt, wird angesichts der Ergebnisse dieser Anfragen sich der Ansicht nicht verschließen können: Unter allen Schlachthandlungen, welche heutzutage erforderlich sind, um den Menschen das zur Ernährung notwendige Fleisch** zu beschaffen, ist keine von Sachverständigen so einmütig verurteilt und so scharf als verwerflich und unzeitgemäß bezeichnet worden als das betäubungslose Schächten …!“

Logischerweise ging es damals nur um das betäubungslose Schächten nach mosaischem Ritus! (Muslimen bzw. Islamisten waren in Deutschland zu dieser Zeit nicht verbreitet.) Dies alles wurde Ihnen bereits mitgeteilt, auch wie qualvoll das Verbrechen betäubungsloses Schächten für die betroffenen Tiere ist, weshalb die Tierärzteschaft sich konsequent dagegen ausspricht und die vorherige Betäubung fordert! (Nicht umsonst schreibt das TierSchG Betäubung vor dem Schlachten vor. Es muss allerdings konsequent durchgesetzt werden, aber gesetzlich ist es erst einmal verankert.)

Der schwere Kampf für Qualminderung der Tiere konnte erstmals 1933 greifen. Es handelt sich lediglich um einen zufälligen zeitlichen Zusammenfall und hat mit der damaligen Machtergreifung Hitlers absolut nichts zu tun! Aber gar zu gerne manipuliert man dieses Geschehen. 

Armselig ist es, dass seit Jahrzehnten diese Tierquälerei zum Politikum erhoben wurde, um so die sog. „geschichtlichen Verpflichtungen“ auf dem Rücken unschuldiger, wehrloser Tiere auszutragen. Aber bitte, was haben denn die Tiere mit Hitlers Wahnsinn und dessen Verbrechen zu tun? Ist das eine Verbrechen nicht so schäbig wie das andere? Beides sind grauenvolle Verbrechen, die durch absolut nichts gerechtfertigt werden konnten und können, wobei es egal ist, welche Gestalt die Opfer haben. 

(Ich hätte gemeint, dass Menschen, denen so Furchtbares, Grauenhaftes angetan wurde, sich dafür einsetzen, dass Anderen nicht ebenso Grausames angetan wird. Weit gefehlt.) 

Es ist erbärmlich, aber wohl üblich von den Damen und Herren Politikern, wenn es um das vorsätzliche Quälen von Tieren durch Schächten geht, Hitler, die Nazi-Keule, Antisemitismus, Ausländerfeindlichkeit, islamfeindlich … ins Spiel zu bringen, um so Menschen, die Qualminderung auch für Tiere fordern, mundtot zu machen. 

Wenn es den sog. Gläubigen – sowohl der mosaischen als auch der islamischen Religion – mit ihrem Glauben tatsächlich ernst wäre, müsste es denen dringendes Bedürfnis sein, weder auf betäubungsloses Schächten zu pochen noch Tierfleisch zu vertilgen. Angeblich soll durch betäubungsloses Schächten erreicht werden, dass die Tiere völlig ausbluten, was überhaupt nicht möglich ist! Jedes Stück Tierfleisch enthält Blutreste. Sie selbst – die angeblich so Gläubigen – führen also ihre angebliche Gläubigkeit ad absurdum, indem sie auf diesem Verbrechen an den Tieren beharren. 

Sowohl die Forderung nach betäubungslosen Schächten sowohl der Schächtbegehrer als auch williger Politiker ist ein jämmerliches Armutszeugnis! Der eine lügt, um straffrei Tiere quälen zu können unter dem Vorwand Religionszwang, den es nicht gibt. Der andere lügt, um gefällig zu sein und „verkauft“ die schwer errungenen Werte der eigenen Landsleute! 

Sie dürfen mir glauben: Tierschutz / Tierrechte zu erringen ist auch in diesem Land Schwerstarbeit, und zwar Schwerstarbeit, zu welcher unsere ohnehin völlig überbezahlten Politiker vermutlich nicht fähig sind! Und für sehr viele nicht speziesistische Menschen ist es unbezahlte – also ehrenamtliche – Schwerstarbeit, die von keinem unserer Volksvertreter gewürdigt wird. Das gilt auch für den / die Bundespräsidenten, denkt man an deren Einladung ehrenamtlich Tätiger! Wirkliche Tierschützer / Tierrechtler werden dabei immer ausgespart. 

Es ist zigmal nachgewiesen und Tierärzte bestätigen dies immer wieder, dass betäubungsloses Schächten grausame Tierquälerei ist. Trotzdem fordern Sie von verantwortungsvollen und nicht speziesistischen Menschen – man kann diese berechtigt auch als Pazifisten bezeichnen – dass diese die Tiere um unserer teueren Gäste willen verraten, anstatt von unseren Gästen zu fordern, dass diese sich in ihrem Gastland an unsere Gesetze – und zwar ohne diesen durch nichts zu rechtfertigenden Ausnahmeparagraphen egal welche Religion betreffend zu bemühen, der ohnehin schleunigst ersatzlos gestrichen gehört!!!  – und Sitten zu halten und unsere schwer errungenen Werte zu achten haben. 

Herr Beck, wenn Sie solch ein Islam-Verfechter sind, dass Sie Wehrlosen Grausamstes antun lassen wollen, dann sollte es Ihnen ein Bedürfnis sein, auch bei den sog. islamisch Gläubigen die Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Paaren öffentlich einzufordern und sich denen entsprechend vorzustellen. Mal sehen, wie die Wirkung für Sie ist. Oder haben Sie Angst vor unseren muslimischen Gästen?

Zu Ihrem Verweis auf die Novellierung TierSchG 2012 und die Glanzleistung, dass die Grünen für die Betäubungslosigkeit der Tiere vor dem Schächtschnitt sind undgezielt von dem „Nachweis der zwingenden Vorschriften“, die die angebliche Betäubungslosigkeit fordern, abzuweichen, bleibt zu antworten: Wahrlich eine weitere „Glanzleistung“ der Grünen gegen Tiere und gegen Qualminderung für diese, bevor sie umgebracht werden.

Im Übrigen: Jetzt behauptet Ihre Team bzw. Sie, die Grünen sind für das betäubungslose Schächten. Das war nicht immer so. Undine Kurth – der Name wird Ihnen ja noch bekannt sein – sagte für die Grünen aus: Wir Grüne sind für die Betäubung! Fragen Sie sie doch mal.

Für die Grünen war wohl damals der Tierschutz eine politische Marktlücke. Jetzt sind die Grünen – nicht nur in meinen Augen – die schlimmsten Verräter der Tiere! Niemals habe ich mich schlimmer geirrt, als damals Rot-Grün die Macht übernahm und ich in der Wahnvorstellung war: Wenigstens verschlechtert sich dann nichts für die Tiere! Von Schwarz, Gelb oder den Linken war ja noch nie etwas für Tiere zu erwarten. Aber als dann damals Künast Bundesministerin war, widerlegte sie alles, was die Grünen jemals pro Tierschutz vorgebracht hatten. Und Künast war/ist nicht die einzige, wie immer wieder zu erleben ist. Die Grünen selbst sind es, die Tierschutz in Deutschland ad absurdum führen! 

Niemals würde ich die Grünen je wieder wählen. Sie sind nicht das „kleinere Übel“. Sie sind mit das „größte Übel“. 

Hochmut kommt vor dem Fall und ich hoffe sehr, dass Sie, Herr Beck, über Ihre verantwortungslose Forderung – betäubungsloses Schächten von Tieren durch islamische Gäste – stolpern, und zwar so, dass Sie sich nie wieder davon erholen. 

Für die Tiere und eine endlich anständige Welt! 
Martina Gerlach 

  * Eine Auszeichnung hätten Sie verdient, hätten Sie bestimmte Damen und Herren davon überzeugt, dass das betäubungslose Schächten von Tieren wie vor 3.000 Jahren im 21. Jahrhundert weder akzeptabel noch nötig noch gerechtfertigt ist und keine Glaubensschrift dieses (entsprechend heutiger Zeit) Verbrechen fordert. 

**Der Mensch benötigt kein Fleisch zur Ernährung,denn es ist lediglich ein krankmachendes Genussmittel / Tierqualprodukt.

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Sabine Becker schreibt den Grüne im Fall Beck 

An die GRÜNEN

Hiermit protestiere ich aufs Schärfste gegen Becks Forderung nach Akzeptanz für das Schächten von Tieren.

    Es ist sehr lange her, dass ich die GRÜNEN gewählt habe, und ich schäme mich heute dafür. Die GRÜNEN hatten einmal den Anspruch, ihrem Namen gerecht zu werden und setzten sich auch und besonders für Umwelt- und Tierschutz ein. Was ist davon übrig geblieben? 

    Dass ausgerechnet ein GRÜNER der erste ist, der explizit Toleranz für Tierquälerei höchsten Ausmaßes fordert, Toleranz für Brutalität, Toleranz für die schmerzhafteste, sadistischste Art, ein wie wir fühlendes Tier zu töten, hat eine historische Dimension und bedeutet die Bankrotterklärung Ihrer einstigen Ziele und Ihrer Ethik.    Niemand in Ihrer Partei hat über einen Parteiausschluss von Beck auch nur nachgedacht, und der durchsichtig halbherzige Versuch, Schaden in der noch vermeintlichen Wählerschaft zu begrenzen, macht den Skandal umso größer. Die GRÜNEN verraten nun die Tiere auf perfideste Weise wie alle Politiker, die sich mit zunehmender Macht und wachsendem Einfluss vollständig korrumpieren lassen. Auf Ihren Internetseiten sucht man einen nennenswerten Einsatz für die Rechte der Tiere vergebens. Kleine Augenwischereien täuschen darüber nicht hinweg.  

    Ist es Becks Unwissenheit? Kennt Beck unsere Tierschutzgesetze nicht? Weiß er nicht, dass es im Grundgesetz verankert ist (wenngleich durch das absichtlich nicht genehmigte  Verbandsklagerecht praktisch wirkungslos)?

    Weiß Beck überhaupt, wovon er spricht, was genau Schächten ist? Ist es möglich, diesen offensichtlich unempathischen Ignoranten aufzuklären über diese grausame Methode und deren absurde Sinnlosigkeit? Wo bleibt die Forderung der GRÜNEN nach Ächtung und Beendigung des Schächtens, nach strikter Umsetzung geltender Tierschutzgesetze? Fehlanzeige! 

    Weiß Beck am Ende gar nicht, dass auch die sog. religiöse Freiheit gesetzlich begrenzt ist durch geltendes allgemeines Recht? Religionen können sich eben nicht ungehindert ausleben und ihre grausamen Absurditäten ausweiten, wie es ihnen beliebt, sondern sie haben sich unserem geltenden Gesetz unterzuordnen, Punkt. Das betrifft nicht nur die Gleichheit von Mann und Frau, sondern auch die Rechte der Tiere, ob Ihnen das im Einzelnen persönlich wichtig ist oder nicht. Politik ist nicht nur ein Selbstbedienungsladen, in dem man ausschließlich seine eigene persönliche ideologische Suppe kocht.

    Gibt Beck in nicht nachvollziehbarer Selbstüberschätzung oder gar bodenloser Dummheit lediglich seine ganz persönliche Meinung zum Besten? Oder ist gar ein auf unterschwelliger Angst basierender Versuch eines Deals herauszulesen nach dem Motto: Wir opfern unseren Tierschutz, weil Tiere ohnehin nichts wert sind und uns das nicht weh tut – hier, Ihr könnt sie gerne foltern, aber lasst uns dafür bitte wenigstens die Gleichheit von Mann und Frau und verfolgt die Homosexuellen und Transgendermenschen etc. nicht? Dass das freie Ausleben von Homosexualität nicht zu den Forderungen der islamischen Religion gehört, sollte bekannt sein. Seine Forderung nach Toleranz religiöser Brutalität könnte unversehens doch auch auf ihn zurückfallen; diese Rechnung wird so nicht aufgehen. 

    Wie immer es sich verhält: Beck ist untragbar. Entweder kennt er unsere Gesetze nicht, dann muss er zurücktreten. Oder er missachtet sie, dann muss er ebenfalls zurücktreten. 

    Und nun direkt an die Adresse von Beck:

    SIE sind der widerlichste RASSIST Deutschlands. Sie erklären in Ihrer widerwärtigen Selbstgerechtigkeit einfach ein paar RASSEN unserer Mitlebewesen auf diesem Planeten, den wir teilen, zu Lebewesen minderer Art, die man gerne auch foltern darf, betrifft SIE und Ihre Interessen ja nicht. Mit Tierfolter haben Sie also kein Problem, Sie bigotter Heuchler. Entweder man lehnt Gewalt ab oder nicht, es gibt hier keine Grautöne. 

    Sie glänzen durch unerträglichen Rassismus, Speziesismus und Anthropozentrismus. Sollten die GRÜNEN Rassismus in all seinen hässlichen Erscheinungsformen tatsächlich ablehnen, müssen Sie Beck ausschließen, um das Gesicht nicht ganz zu verlieren.  

    „Tierschutz ist keine Liebhaberei, sondern eine ernste, sittliche Pflicht im Interesse des Volkes, des Staates und der Menschlichkeit.“

     Manfred Kyber

Gruß

Sabine Becker M.A.

 In Deutschland gilt ein bundesweit einheitliches Tierschutzgesetz (TierSchG), das 1972 verkündet und zuletzt am 18. Mai 2006 neugefasst wurde. Das TierSchG vereinigt den straf- und verwaltungsrechtlichen  Tierschutz und regelt die Materie umfassend und abschließend. Auch hat unser nördlicher Nachbarstaat verschiedene überstaatliche Erlasse zu beachten. Einerseits hat Deutschland als EU-Mitglied das Gemeinschaftsrecht zur Anwendung zu bringen und anderseits als Vertragsstaat sämtlicher fünf Tierschutzübereinkommen des Europarats deren Bestimmungen in nationales Recht umzusetzen.

    Eine bedeutungsvolle Aufwertung erfuhr der Tierschutz durch die auf den 1.8.2002 erfolgte Aufnahme ins Grundgesetz (GG), womit eine langjährige Diskussion über seinen Rang im Verfassungsgefüge abgeschlossen wurde. Der neue Art. 20a GG hält ausdrücklich fest, dass der Staat „auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung (…)“ zu schützen hat. Der Tierschutz stellt somit – wie in der Schweiz schon seit 1973 – eine rechtspolitische Staatsaufgabe dar und gilt als „überragend wichtiges Gemeinschaftsgut“. Damit wurde eine verfassungsrechtliche Wertentscheidung getroffen, die sowohl vom Gesetzgeber bei der Setzung als auch von Verwaltungsbehörden und Gerichten bei der Auslegung und Anwendung des Rechts zu beachten ist. Die neue Staatszielbestimmung verpflichtet zwar nicht zu einem unbegrenzten Tierschutz, dieser ist fortan jedoch mit anderen Verfassungsgütern abzuwägen und darf nicht mehr einfach unterlaufen werden, wenn es etwa um die freie Ausübung von Kunst, Religion, Wissenschaft und Lehre geht. Vielmehr stellt der Tierschutz ein den menschlichen Grundrechten grundsätzlich gleichwertiges Rechtsgut dar und ist daher auch in jenen Fällen zwingend zu beachten, bei denen sich Tiernutzer wie Künstler oder Forscher auf ihren Grundrechtsanspruch abstützen. Außerdem kann nun auch das TierSchG besser vollzogen werden.

    Das deutsche Tierschutzgesetz bezweckt, aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen. Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen (§ 1 TierSchG). Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat, muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen (§ 2 Ziffer 1 TierSchG) und darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden (§ 2 Ziffer 2 TierSchG). Die Vorschrift von § 1 TierSchG ist kein unverbindlicher Leitgrundsatz, welcher lediglich ein Ziel aufstellt und eine Schranke sozialethischer Prägung setzt, aber nur sittliche Verpflichtung bleibt. Vielmehr ist sie wie in der Schweiz unmittelbar geltendes Recht und enthält ein – unter Umständen gar strafrechtlich geahndetes – Verbot bestimmter Handlungen, nämlich des Verursachens von Schmerzen, Leiden oder Schäden. Das deutsche Gesetz erklärt – im Gegensatz zum schweizerischen – die Angst des Tieres nicht ausdrücklich zum Schutzobjekt, sucht aber in der Praxis einen Ausweg dadurch, dass die Angst als Ausdruck des Leidens bezeichnet wird.

    Zum Ganzen: Kluge/Goetschel/Hartung/von Loeper, Ort und Reckewell: Tierschutzgesetz – Kommentar, 2002

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Skandalöse Antwort des Beck-Teams an Sabine Becker:

Sehr geehrte Frau Becker,

vielen Dank für Ihre E-Mail. Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass die Grünen das Schächten nicht verbieten wollen. Näheres hierzu finden Sie in dem Grünen Entwurf für ein neues Tierschutzgesetz aus dem Jahr 2012 auf http://www.gruene-bundestag.de/themen/tierschutz/25-antworten-auf-25-fragen-zum-gruenen-tierschutzgesetz_ID_4384538.html

Für jene Religionsgemeinschaften, denen nur eine betäubungslose Schlachtung erlaubt ist, sehen wir – in Übereinstimmung mit dem Bundesverfassungsgericht – wie bisher die Möglichkeit vor, eine Ausnahmegenehmigung vom Betäubungsgebot unter bestimmten Bedingungen zu erreichen. Übrigens ist Schächten in Deutschland ja nicht verboten, sondern seit der Kapitulation Hitler-Deutschlands, unter Auflagen, die dem Tierschutzgesetz Rechnung tragen, gesetzlich erlaubt. Nachzulesen ist das in §4a Tierschutzgesetz. Nicht Herr Beck kennt unsere Tierschutzgesetze nicht, sondern Sie haben da offensichtlich falsche Vorstellungen. Wir haben viele Rückmeldungen zu dem Thema bekommen und sind hier noch mal gesammelt drauf eingegangen:  http://beckstage.volkerbeck.de/2015/12/16/religionsfreiheit/

Mit freundlichen Grüßen,
Team Beck

Rückantwort von Sabine Becker an dieses Beck-Team, welches barbarische Tierquälerei und religiösen Wahnsinn befürwortet:

An das „Team Beck“, wer auch immer sich dahinter versteckt, ich weiß, dass die Grünen das Schächten nicht verbieten wollen und dass es für religiöse Gruppierungen, die auf diese Folter weiterhin bestehen, Ausnahmeregelungen  gibt. Das ist nichts Neues, Herr oder Frau XY,  das ist gerade in Sachen Tierrechten klassisch und die übliche Art, ein vorne aus wahltaktischen Gründen beschlossenes Gesetz durch die Hintertür sofort wieder auszuhebeln. Das ist doch der Skandal, dass gerade Sie, die Grünen – falls das „Team Beck“ die einstigen Grundziele dieser Partei überhaupt kennt – unter dem Deckmantel  der „Toleranz“ sadistische Gewalt und Brutaltiät gutheißen.

Gleichzeitig habe ich nicht erwartet, dass Grüne und insbesondere ein „Team Beck“  überhaupt n der Lage sind, solches zu verstehen oder gar das Tierschutzgesetz in seinem Auftrag ernst zu nehmen, denn dazu fehlt Ihnen, wie ich schon schrieb, die nötige Empathie und vor allem die entsprechende Redlichkeit.

Ihr Herr Beck ist und bleibt aus genannten Gründen ein Rassist erster Güte, und Sie alle, die Sie sich hinter Ihren „Ausnahmeregelungen“ feige und namenlos verstecken, machen sich mit schuldig. Ich erwarte und möchte nun keine Antwort mehr von Ihnen, wer immer Sie sind (falls Sie als Becks Kofferträger überhaupt einen eigenen Namen haben), denn mit in der Sache uninformierten Ignoranten zu diskutieren ist verlorene Zeit. Ich hoffe sehr, dass die Grünen bei den nächsten Wahlen so richtig absaufen und besten Gruß in die Zentrale des „Teams Beck“.

Sabine Becker

 

Siehe auch: 

Offener Brief an Beck von Dr. Gunter Bleibohm

Beck and more

     Daisy 

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Brief von Klaus Hamper an Dr. Silvia Katharina Becker, Katholische Hörfunkarbeit für Deutschlandradio Sehr geehrte Frau Dr. Becker, ich habe den anhängenden Brief von Frau Maria Groß – wie viele andere Tierfreunde auch – zur Kenntnis erhalten und mir Ihre Sendung im Audio-Archiv des Deutschlandradios (http://www.deutschlandradio.de/audio-archiv.260.de.html?drau:broadcast_id=94) angehört. Ich möchte mich Wort für Wort den Äußerungen von Frau Groß anschließen und bedanke  mich für Ihren Beitrag, beglückwünsche Sie zu Ihrem sprachlichen Talent, dieses in der Kirche so völlig verdrängte Thema adäquat anzufassen und spreche Ihnen meine Hochachtung für Ihren Mut aus, sich als Frau mit den patriarchalischen und streng machtpolitisch agierenden Strukturen der katholischen Kirche gegebenenfalls anlegen zu wollen. Die intellektuelle Weiterführung Ihres Beitrags über Albert Schweitzer in den Worten von Frau Groß hin zu dem größten Verbrechen der Menschheit im 20. und 21. Jahrhundert, nämlich der industriellen Tierausbeutung, aber auch der pseudowissenschaftlichen Rechtfertigung von Tierversuchen sowie des Bluthobbys der Freizeitjagd (die von der katholischen Kirche gegen jede Vernunft immer noch in sogenannten Hubertusmessen unter Pervertierung des Gedanken des heiligen Hubertus einsichtslos unterstützt wird) ist eine logische Konsequenz, die Menschen mit Empathie schon lange erkannt haben, die in der Kirche jedoch keinerlei Raum findet. Wenn sich die Kirche – wie in so vielen Bereichen notwendig – nicht vom Gedankengut des Mittelalters löst, wird sie in Zukunft nur noch bei den ungebildeten Massen Afrikas, Asiens und Lateinamerikas Anklang finden. Ihr Beitrag ist ein Hoffnungsschimmer, dass die Erkenntnis langsam Raum greift, dass nur das Prinzip einer „intellektuellen Redlichkeit“ (G. Bleibohm) zukunftsfähig ist – auch wenn damit zwangsläufig die Axt an die Grundfesten der Kirche gelegt wird. Die unreflektiert und apodiktisch als gottgewollt proklamierte „Basta“-Mentalität der alten Männer wird von den über den Dessert-Tellerrand des Katechismus hinaus denkenden Menschen schon lange nicht mehr ernst genommen. Bitte machen Sie weiter so und lassen sich nicht von wahrscheinlich zu erwartenden Konflikten mit Ihren Arbeitgebern beeindrucken. Denn der Satz von Kurt Tucholsky gilt weiter: „Nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein.“ Mit herzlichem Dank und Gruß Prof. Dr. Klaus Hamper

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Brief von Klaus Hamper an Staatsekretär Bleser: nach Ihren Lobhudeleien für die Deutsche Fleischwirtschaft: http://www.agrar-presseportal.de/Nachrichten/Staatssekretaer-Bleser-wuerdigt-deutsche-Fleischwirtschaft_article20294.html frage ich mich, was Sie von den – inzwischen eigentlich zur Allgemeinbildung gehörenden – deletären Zusammenhängen zwischen industrieller Fleischproduktion einerseits und den Problemen der Welternährung, des Klimas und der Gesundheit andererseits verstanden haben. Ist Ihnen Ihr permanentes einseitiges Eintreten für die Interessen der agrarindustriellen Lobby-Verbände nicht langsam peinlich? Ich empfehle Ihnen dringend, die aufschlussreiche Zusammenstellung entsprechender Quelleninformationen durch Ihre Lieblingsfeindorganisation Albert-Schweitzer-Stiftung: http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/fleischkonsum-politik-unter-zugzwang zu lesen UND zu verstehen und bitte Sie um eine Rückäußerung, wie Sie im Kontext der von der Albert-Schweizer-Stiftung zusammengestellten Erkenntnisse Ihre oben zitierte Stellungnahme zur Deutschen Fleischwirtschaft und Ihre entgegen jeder weitsichtigen Vernunft ausgesprochene Empfehlung zur Exportsteigerung von Fleisch bei stagnierendem heimischem Konsum rechtfertigen. Prof. Dr. Klaus Hamper

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Sehr geehrte Frau Kötter-von Bargen, der Webseite von Topagrar-online und anderen (http://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Schulleiterin-entschuldigt-sich-fuer-MRSA-Warnung-1741279.html und http://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Lehrerin-verteilt-Einspruch-Vordrucke-gegen-Stallbau-an-Eltern-1734640.html und http://www.noz.de/deutschland-welt/nordrhein-westfalen/artikel/559067/stall-neben-schule-rektorin-warnt-eltern-vor-mrsa#gallery&0&0&559067 und http://www.noz.de/deutschland-welt/nordrhein-westfalen/artikel/560605/nach-warnung-vor-mrsa-keimen-schulleiterin-entschuldigt-sich) entnahm ich, dass Sie als Schulleiterin Ihrer Schule zum Widerstand gegen einen Schweinmaststall in unmittelbarer Nähe aufgerufen haben. Ich möchte Sie zu Ihrer Zivilcourage ausdrücklich beglückwünschen und finde es schade, dass Sie aus disziplinarischen Gründen zu einer Entschuldigung gezwungen wurden. Was in der agrarindustriellen Landwirtschaft nicht nur in Deutschland passiert, ist ein Verbrechen an den Tieren, an unserer Umwelt und an den zukünftigen Generationen. Die Fakten sind nicht nur Ihnen, sondern auch den Agrar-Lobbyisten und den von Ihnen gefütterten Politik-Darstellern längst bekannt. Und selbst wenn möglicherweise nur ein kleinerer Teil der MRSA-Keime auf das Konto der Landwirtschaft gehen sollte (was definitiv nicht bewiesen ist!), ist der allgegenwärtige massive Antibiotikaeinsatz in den Mastställen dennoch völlig inakzeptabel. Und die Gülle-Medikamenten-Grundwasser-Problematik wird von allen Verantwortlichen komplett und noch erfolgreich verdrängt. Munter wird ein neuer Mega-Maststall nach dem anderen (in denen ausschließlich für den Weltmarkt produziert wird) genehmigt. Kurzsichtige und –fristige Profitinteressen sind das einzige, was in diesem Land noch zählt. Die kommenden Generationen werden es auszubaden haben. Seien Sie versichert, Sie sind nicht allein mit Ihrer Einstellung (z. B. http://netzfrauen.org/2015/03/24/skandal-proteste-gegen-schweinestall-schulleiterin-wird-amtsmissbrauch-vorgeworfen/). Weiterdenken als bis an den eigenen Tellerrand erfordert nicht nur ein zumindest gewisses Maß an Intelligenz, sondern auch Mut. Und wenn ich die Kommentare auf der Topagrar-Webseite lese, wird klar, dass zumindest ersteres bei manchen Kommentatoren nicht in ausgeprägtem Maße vorhanden ist. Aber da gibt es ja schon lange das Sprichwort vom Bauern mit den dicken Kartoffeln . . . Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht. Das Zupflastern unseres Landes mit Massenmastställen ist definitiv moralisches und ökologisches Unrecht. Bleiben Sie standhaft! Sie dürfen diese Mail gern Ihren Kollegen und anderen, vor allem Ihren Vorgesetzten zeigen. Mit freundlichen Grüßen Prof. Dr. Klaus Hamper  XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX Ein Auszug der Tierschutz-Skandale der letzten Jahre bei Wiesenhof (erstellt von Martina Patterson) : 19. Dezember 2014

Wiesenhof-Weihnachtsenten gequält und aufgespießt

http://www.stern.de/wirtschaft/news/tierquaelerei-enten-mit-mistgabeln-aufgespiesst-2161218.html

  1. Sept. 2013

Hühner landen lebendig im MüllTierquäler-Skandal bei Wiesenhof-Lieferanten http://www.focus.de/finanzen/news/unternehmen/gefluegelzuechter-erneut-am-pranger-tierquaeler-skandal-bei-wiesenhof-lieferanten-huehner-landen-lebendig-im-muell_aid_1090411.html

 April 2012, 18:00

Staatsanwaltschaft ermittelt Razzia bei Wiesenhof

Erneut gerät der Wiesenhof-Betrieb in Möckern in Sachsen-Anhalt in den Fokus: Vor kurzem war der Schlachthof wegen Hygienemängeln in die Schlagzeilen geraten. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf Subventionsbetrug. http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/staatsanwaltschaft-ermittelt-razzia-bei-wiesenhof-1.1344089

Der Wiesenhof-Skandal 2012

Entenmast bei Wiesenhof

http://www.peta.de/wiesenhof#.VP3LMOGDiYY

ARD-exclusiv: Das System Wiesenhof

31.08.2011 | 28:44 Min. | Video ohne zeitliche Begrenzung verfügbar (Archiv) | Quelle: Das Erste Wenn es um Geflügel geht, denken die meisten an Wiesenhof. Dank der Werbung ist die Marke in ganz Deutschland bekannt. Der Konzern hinter Wiesenhof, die PHW-Gruppe, ist Marktführer, produziert mehr als 270 Millionen Hühner pro Jahr. Woche für Woche werden etwa 4,5 Millionen Hähnchen geschlachtet. Das Versprechen: ‚Wiesenhof setzt seit jeher besondere Maßstäbe in punkto Qualität, Sicherheit und Transparenz.’Top Qualität also zu einem günstigen Preis? Oder sieht die Wahrheit dahinter anders aus? Tierschützer kritisieren die Haltungsbedingungen, werfen dem Konzern Tierquälerei vor. http://www.ardmediathek.de/tv/Reportage-Dokumentation/ARD-exclusiv-Das-System-Wiesenhof/Das-Erste/Video?documentId=8068044&bcastId=799280

  1. Jan. 2010

Wiesenhof-Skandal – PETA deckt grausame Zustände auf

https://www.youtube.com/watch?v=rVG63fzCZBo XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX

 

“Gaststättenverband: Fleischindustrie wird zum Risiko für Gastronomie” Artikel: http://www.noz.de/deutschland-welt/wirtschaft/artikel/521560/gaststattenverband-fleischindustrie-wird-zum-risiko-fur-gastronomie Schweinhalterverband:https://www.schweine.net/news/dehoga-betreibt-polemik-auf-dem-ruecken-der-tierha.html Sehr geehrter Herr Schaudwet, auf seiner Internetseite ruft der Schweinehalter-Verband ISN dazu auf, sich an den Autor des o.g. Artikels, also an Sie, zu wenden und Ihnen „die Meinung zu schreiben“, da Sie es wagen, über Kritik des Dehoga-Gaststättenverbandes an der Tierhaltung zu berichten. Zitat: „Wer nur ein wenig Sachkunde hat, reibt sich die Augen, mit welcher Dreistigkeit hier Polemik auf dem Rücken der Tierhalter ausgetragen wird und wie hier Leser falsch informiert werden.  Es wird der Eindruck erweckt, dass Produkte aus konventioneller Haltung ein besonderes gesundheitliches Risiko mit sich bringen, obwohl genau das Gegenteil der Fall ist. Warum gibt es wohl ein aufwändiges Salmonellenmonitoring im Rahmen der Qualitätssicherung (QS) in der Schweinehaltung? Warum gibt es wohl komplizierte Hygienekonzepte bei der Schlachtung und Verarbeitung der Produkte? Die Professionalität in der Erzeugung und Verarbeitung von Fleisch macht die hohen Hygienestandards überhaupt erst möglich – mit dem Ergebnis,  dass die konventionellen Produkte aus der Tierhaltung noch nie so sicher waren, wie sie heute sind. Ihre Reaktion ist gefragt. Die ISN kritisiert auf das schärfste die unsachliche Polemik des Dehoga-Geschäftsführers. Genauso kritisiert die ISN die redaktionelle Fehlleistung des Autors Christian Schaudwet, der dieser Polemik unreflektiert und scheinbar ohne saubere Recherche der Fakten viel Raum in der Presse gegeben hat. Lassen Sie diesen Beitrag nicht unkommentiert und schreiben Sie dem Autor Ihre Meinung!“ Ich will dem gern nachkommen und möchte Ihnen dafür danken und Sie ausdrücklich dazu beglückwünschen, dass Sie den Mut haben, ein brisantes und hochaktuelles Thema anzugehen. Die Gesundheitsgefahren, die durch die industrielle Massentierhaltung verursacht werden (u.a. exzessiver diffuser Antibiotikaeinsatz mit Entwicklung multiresistenter Erreger innerhalb eines unwürdigen und ausgesprochen tierquälerischen Gesamtsystems, Gefahren durch ungehemmte Ausbringung von Gülle und damit Antibiotika und Nitraten in Natur und Grundwasser etc.), werden immer noch verniedlicht und dem Diktat der Wirtschaftlichkeit (“Profitsteigerung“) untergeordnet, auch mit Hilfe des von der Agrarlobby selbst betriebenen Pseudo-„Qualitäts“sicherungssystem „QS“, welches überwiegend Lendenschurz-Alibifunktion besitzt und ein Marketingobjekt ist. Es ist höchste Zeit, dass die einseitige Darstellung der Fakten endlich aus dem Würgegriff der exportorientierten Fleischindustrie-Lobby befreit und eine neutrale und sachliche Berichterstattung wie die Ihre wieder die Regel wird. Objektiver Journalismus erfordert oft Mut und Standhaftigkeit. Es ist bemerkenswert und lässt hoffen, dass Sie Ihren Artikel in der NOZ veröffentlichen konnten. Diese Zeitung ist ja bisher nicht unbedingt für Ihren kritischen Ansatz gegenüber der Agrarindustrie bekannt gewesen. Lassen Sie sich durch die jetzt sicherlich zuhauf eingehenden einseitigen kritischen Zuschriften von Profiteuren des agrarindustriellen System nicht beeindrucken. Die Agrarlobby hat aufgrund Ihrer wirtschaftlichen Macht viel zu lange Jahre die Meinungshoheit speziell in der Region mit der höchsten Massentierhaltungsdichte unseres Landes bestimmt. Es ist Zeit, dass Objektivität und Wahrheit endlich wieder regieren. Denn es ist – speziell unter medizinischen, aber auch allgemeingesellschaftlichen Aspekten – eigentlich bereits fünf nach zwölf. In diesem Sinne möchte ich Ihnen Mut machen und Sie sehr herzlich bitten: Machen Sie weiter so und helfen Sie mit, dass zukünftig die Wahrheit und nicht einseitige Wirtschaftsinteressen im Focus einer ausgewogenen Beichterstattung stehen. Sie erfüllen damit Ihren Berufsauftrag auf das Vorbildlichste. Mit freundlichen Grüßen Prof. Dr. Klaus Hamper XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX

 

  imagesZum Briefwechsel gegen die Subventionierung von Kampfstieren Von Maria NOICHL Mitglied des Europäischen Parlaments an Sabine Becker und Klaus Hamper       vielen Dank für Ihr Schreiben zum Änderungsantrag von Herrn Eickhout (Grüne) der heute im Plenum in Straßburg abgestimmt worden ist. Gerne möchte ich Ihnen mit dieser E-Mail mein Stimmverhalten erklären. Ich kann Sie in gewisser Weise beruhigen: In der Europäischen Union existieren keine spezifischen Fördermöglichkeiten für die Haltung von Kampfstieren. Die Direktzahlungen der Europäischen Union an die landwirtschaftlichen Betriebe sind in erster Linie flächengebunden und werden unabhängig von der entsprechenden Bewirtschaftung oder den Tieren, die auf den Flächen weiden, gezahlt. Hier gibt es lediglich zwei Ausnahmen: 1) Vor der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) existierte die sogenannte Rinderfleisch-Sonderprämie, welche an Landwirte mit einer männlichen Rinderhaltung gezahlt wurde. Diese Prämie wurde aber von den meisten Mitgliedstaaten seit 2005 entkoppelt, d.h., dass auch hier flächengebunden gefördert wurde. Die entsprechenden Fördergelder wurden bisher nur in den Mitgliedstaaten Dänemark, Slowenien und Schweden ausgezahlt. Nach Aussagen der EU-Kommission wurden mit den Zahlungen dieser Prämie keine Kampfstiere gefördert. 2) In der aktuellen GAP-Politik existiert lediglich die Prämie für die Erhaltung des Milchkuhbestandes (Mutterkuhprämie), welche an Landwirte gezahlt wird, die zum Beispiel Kälber für die Fleischerzeugung halten (Artikel 109 und 111 von der VO (EC) 72/2009). Auch diese Zahlungen werden ab 2015 eingestellt. Der Änderungsantrag von Herrn Eickhout betrifft die Haushaltszeile der ersten Ausnahme, die der Rinderfleisch-Sonderprämie. Leider ist mir aus den oben ausgeführten Gründen nicht klar, inwiefern durch dieses Instrument Kampfstiere gefördert werden sollen. Daher habe ich mich auch gemeinsam mit meiner Fraktion dazu entschlossen, diesen Antrag mehrheitlich nicht zu unterstützen. Im Europäischen Parlament haben sich uns fast alle anderen Fraktionen angeschlossen. Der Änderungsantrag wurde dadurch abgelehnt. Leider muss ich Sie an dieser Stelle darüber informieren, dass der Änderungsantrag von Herrn Eickhout jedes Jahr aufs Neue bei den Budgetverhandlungen vorgeschlagen wird. Wie Sie sehen, ist dieser Antrag auf falschen Annahmen begründet und wirkt daher ein Stück weit populistisch. Es gibt glücklicherweise keine Programme in der Europäischen Agrarpolitik, welche auf die Förderung von Kampfstieren zielen. Dass in der GAP „Gemeinsame Agrarpolitik“ vieles im Argen liegt ist mir klar. Ich bin selbst Mitglied im Ausschuss für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung und kenne den Bereich sehr genau. Immer noch setzt die EU auf die einheitliche Flächenförderung und fördert sozusagen mit der Gießkanne. Egal ob auf der Fläche ein Kampfstier steht oder Gänse gestopft werden. Die SPD-Gruppe im Europäischen Parlament hat deshalb letztes Jahr diese Art der Förderung abgelehnt und gegen die GAP-Reform gestimmt. In unserer politischen Arbeit ist es wichtig, gründlich und transparent zu arbeiten. Daher war es mir ein Anliegen diese Informationen mit Ihnen zu teilen. Ich werde mich zukünftig für eine tiergerechte Landwirtschaft und eine punktgenaue Förderung einsetzen. Änderungsanträge wie von Herrn Eickhout helfen dabei leider wenig. Die ebenso in der heutigen Sitzung abgestimmte Resolution zum Haushaltsjahr 2015 enthielt einen Änderungsantrag, der sich dafür ausspricht generell keine finanziellen Mittel für den Stierkampf einzusetzen, da dies gegen die Tierschutzkonvention verstößt. Diesen habe ich gerne unterstützt. Wenn Sie noch weitere Fragen haben, antworten Sie bitte auf diese E-Mail oder kontaktieren Sie anderweitig meine Büros. Ich freue mich auf Ihre Rückmeldungen! Maria NOICHLimages Antwort von Sabine Becker:        Sehr geehrte Frau Noichl,  vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort, immerhin machen Sie sich noch die Mühe, eine Erwiderung zu schreiben oder schreiben zu lassen. Doch Ihre Antwort ist eine Zumutung, eine Farce, eine ganz und gar typische Politikerantwort:  ignorant, komplett der Realität vorbei, voll von arroganten Statements, die auf alles passen könnten, da inhaltslos. Vermutlich irgendwie umkopiert, so liest es sich. Sie sagen: „Ich bin selbst Mitglied im Ausschuss für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung und kenne den Bereich sehr genau.“ Sie mögen sehr genau wissen, wie die finanziellen Mittel verteilt werden, aber dass es sich hierbei um fühlende Lebewesen handelt, worüber entschieden wird, die sich wohlgemerkt im Schmerzempfinden und im emotionalen Wahrnehmen von Ihnen und uns allen in keiner Weise unterscheiden, ignorieren Sie.  Alle diese Tiere in der Landwirtschaft unterscheiden sich von uns in nur in einem Punkt: Sie können sich nicht wehren und sie haben keine Lobby. Das ist Ihr aller Vorteil, und den nutzen Sie auf schändlichste und gründlichste Weise. Sie haben vom Hauptteil der Landwirtschaft, nämlich von denen, um die es geht und die dabei wie Maschinen behandelt, ausbeutet und misshandelt werden ihr kurzes Leben lang, ganz offensichtlich keine Ahnung. Landwirtschaft ist in allererster Linie Tierfolter. Und genau darum geht es uns in unseren Protestschreiben, falls Sie das noch nicht bemerkt haben. Nehmen Sie das endlich zur Kenntnis und versuchen Sie nicht länger, uns Menschen, die wir in der Tierrechtsbewegung aktiv sind, ausnahmslos ehrenamtlich und ständig mit viel Leid und Frustration konfrontiert, ganz im Gegensatz zu Ihnen, für blöd zu verkaufen. Wir informieren uns tatsächlich vor Ort, wir schauen hin, kennen die Fakten und die Realität der Tiere, egal in welchen Bereich. Das sollten Sie alle auch wissen – und das wäre das Mindeste, um überhaupt mitreden zu können. Doch Sie alle sitzen nur in irgendwelchen Ausschüssen und reden über Wachstum und zu verteilende Finanzen, doch ob hier Tiere, ich wiederhole, FÜHLENDE LEBEWESEN, beteiligt sind, interessiert Sie, wie Ihre Antwort zeigt, in keiner Weise. Sie schreiben weiter: „Immer noch setzt die EU auf die einheitliche Flächenförderung und fördert sozusagen mit der Gießkanne. Egal ob auf der Fläche ein Kampfstier steht oder Gänse gestopft werden.“ Ich kann nicht nachvollziehen, ob Sie noch merken, was Sie da von sich geben – falls Sie es überhaupt selbst geschrieben haben; vermutlich musste ein Kofferträger ran, der sich gerade mühsam hochdienen muss, denn das Thema Tierschutz interessiert keinen verantwortlichen Politiker oder er wird sofort mundtot gemacht.  Gänse zu stopfen ist also okay, Kälber und Hühner zu foltern auch, Schweine sowieso, aber in manchen Punkten machen Sie, vielleicht, wenn es die jeweilige Lobby, die Sie leitet, erlaubt, ein kleines Zugeständnis, schon um das tumbe Wahlvolk zu beruhigen. Kampfstiere nicht wie auch immer zu fördern halten Sie also für einen Fortschritt. Auf die Idee, sich endlich gegen diese Barbarei einzusetzen, kommen Sie nicht, denn das ist ja ein „Kultur“-Gut. Bravo. Allein dass man ständig um das Mindeste an Tierschutz bitten und betteln muss ist so entwürdigend und ein Trauerspiel. Doch Sie können uns mit ihren peinlichen Aussagen nicht einlullen, und Ihre E-Mail ist eine Bankrotterklärung der SPD. Wir FORDERN, dass Tierfolter endlich abgeschafft wird, hier in Deutschland und EU-weit. Haben Sie schon einmal eine Gänsestopf-Anlage gesehen, von INNEN? Haben Sie überhaupt schon mal nachgelesen, was alles mit den sog. Kampfstieren gemacht wird, wie sie brutal zugerichtet und verletzt werden, schon bevor sie die Arena betreten? Wissen Sie eigentlich, wovon Sie hier zu schreiben versuchen?  Haben Sie als Mitglied eines Agrarausschusses schon einmal die Schweine gesehen in ihren Ganzkörpergefängnissen, auf ihren Spaltenböden, dicht gedrängt, sich gegenseitig die Schwänze abbeißend vor lauter Leid? Doch Sie Politiker feilschen dann nur darum, ob sie mit oder ohne Betäubung kastriert werden dürfen, und das allein ist so ein  mühsamer Kampf der Tierschützer gegen IHRE aller Ignoranz. Haben Sie schon einmal die sogenannten Milchkühe gesehen in ihren Folteranlagen? Die Kälber in ihren Särgen, die niemals die Milch bekommen, die ihnen alleine zusteht und die uns Menschen sowieso krank macht? Haben Sie schon einmal die berühmte China Study gelesen, die eine Mindestvoraussetzung ist, um über Ernährung und Landwirtschaft überhaupt etwas sagen zu können ohne sich lächerlich zu machen? Ich fürchte nein. Das brauchen Sie auch nicht, weil Sie stets in entsprechender ignoranter Gesellschaft sind und die Petitionen der Tierrechtsbewegung einfach abschmettern. Allein dass Sie alle schweigen zum unvorstellbar grausamen Hundemassaker in Rumänien und dieses auch noch mit Steuergeldern finanzieren, ist ein Skandal, der täglich als Schlagzeile durch die Medien gehen müsste. Sie alle, die EU-Politiker, tragen hier die Schuld daran. Diese gut bezahlten Hundekiller haben ein lukratives Geschäft daraus gemacht, sie züchten bereits nach, weil sie bezahlt werden dafür von der EU! Sie reißen mittlerweile  Hundebesitzern die Tiere von der Leine und aus den Gärten, um wieder einen Hund zu erwürgen und zu kassieren. Erkundigen Sie sich bei der dortigen Bevölkerung und nicht bei Ihren Politikerkollegen, denn diese lügen. Pro Hund gibt es ab ein paar Euro aufwärts bis 50 Euro in Bukarest, das ist doch ein hervorragendes Geschäft, das SIE fördern und einfach nicht wahrhaben wollen, obwohl Sie täglich Massen an Unterschriftenlisten dagegen erhalten. Obwohl europaweit Mahnwachen abgehalten werden mit einer wachsenden Zahl von Menschen.  Sie können nicht länger behaupten, nichts davon zu wissen. Wie lange wollen Sie dieses Morden und Nachzüchten noch unterstützen? Wo bleibt Ihr persönlicher Aufschrei, wo der Protest der gesamten SPD? Sie tragen doch alle nur noch Gießkannen in der Hand und merken gar nicht mehr, wieviel Tierfolter Sie bereits fördern. Es ist skandalös. Es ist unser Geld, das Sie missbrauchen, auch das ignorieren Sie, es ist so einfach. Sie sind komplett unglaubwürdig, und auch Ihrer Partei mangelt es an Menschen mit Format und der Fähigkeit zu ehrlicher Empathie. Ihre Sonntagsreden und Ihre peinlichen E-Mail-Antworten können Sie sich sparen. Sogar ein CSU-Mann hat uns geantwortet, durchaus ehrlich und offen, bemüht und persönlich interessiert. Vermutlich hat dieser einzelne Mensch seine Menschlichkeit nicht abgelegt auf seinem Run auf die Fleischtöpfe der Macht. Es kommt auf das Individuum an, immer und überall, doch die allermeisten verstecken sich feige hinter ihren Parteiprogrammen und in Ihren „Ausschüssen“. Ihre Antwort, Frau Noichl, ist beschämend, gleichzeitig verständlich, da Sie im entsprechenden Ausschuss sitzen. Was hätten Sie sonst antworten dürfen?  Honi soit qui mal y pense. Sollte ich mit dem HiWi der Dame korrespondieren, so leiten Sie es bitte direkt an Frau Noichl weiter, besten Dank. Nur weiter so. Sie tun alles, um diese Menschheit weiter in die zunehmende Brutalität zu führen, mit allen Konsequenzen, und merken es nicht einmal. Doch auch Sie werden irgendwann die Folgen spüren, und dann ist es so was von egal, welcher Partei Sie angehören. Grausamkeit gegen Tiere bedeutet immer auch Grausamkeit gegen Menschen und vice versa, auch wenn Sie das, davon gehe ich aus, in der ganzen Tragweite nicht verstehen (können oder wollen). Viel Spaß also mit ihren EU-Gießkannen und  in Ihren „Agrarausschüssen“, mögen Folterfleisch und Folterkäse dabei munden. Sabine Becker Antwort von Klaus Hamper Werte Frau Noichl,  selten habe ich eine so törichte Antwort von einem Politiker-Darsteller gelesen wie diese hier (s. u.) von Ihnen. Nein, Sie brauchen uns nicht „in gewisser Weise“ zu beruhigen, dass es keine „spezifischen“ Fördermöglichkeiten für die Haltung von Kampfstieren gibt. Das wissen wir so gut wie Sie. Die vorhandenen „allgemeinen“ Fördermöglichkeiten reichen voll und ganz aus. Und genau das ist die Krux mit diesem jämmerlichen Euro-Subventionssystem, dass es auf dem Papier immer hübsch aussieht und eigentlich doch etwas ganz anderes bewirkt. Besonders schändlich ist dabei, dass es sich auch hier um einen Selbstbedienungsladen der Europarlamentarier handelt (siehe anhand des Beispiels des spanischen Ölbarons und neuen Energiekommissars (!) Miguel Arias Cañete:http://de.wikipedia.org/wiki/Miguel_Arias_Ca%C3%B1ete). Zitate hieraus: Miguel Arias Cañete (* 24. Februar 1950 in Madrid) ist ein langjähriger Ölmanager[1] und konservativerspanischer Politiker der Partido Popular (PP). Seine umstrittene Nominierung zum EU-Kommissar für Klimaschutz und Energie 2014 durch Jean-Claude Juncker löste wegen seiner Verbindungen zur Ölindustrie Kritik aus. Er war gezwungen, seine Anteile an den zwei Ölfirmen Petrolifera Ducar und Petrologis Canaris sowie allen anderen Energiekonzernen weiterzureichen, um seine Nominierung zum Kommissar für Klimaschutz und Energie zu stützen. Arias Cañete ist mit Micaela Domecq y Solís-Beaumont verheiratet, Tochter von Juan Pedro Domecq Díez und Matilde de Solís-Beaumont y Atienza (Tochter der Marquise de Valencia). Arias Cañetes Ehefrau ist Miteigentümerin der Kampfstierzucht Ganadería de Jandilla. Als Europaabgeordneter setzte sich Arias Cañete 1996 für Subventionen derGemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ein. Seine Frau soll in seiner Zeit als Landwirtschaftminister vom Zugang zu vertraulichen Informationen profitiert haben. Seine Frau profitierte anschließend von diesen Subventionen – die Familie erhielt 1.800.000 Euro an Subventionen von der EU.[2][3] Von 2000 bis 2004 war er Landwirtschaftsminister unter Präsident José María Aznar. Er stieß auf Widerstand mit seiner Idee, „Einmal-Olivenöl-Kännchen“ in Restaurants einzuführen – die EU-Kommission zog einen entsprechenden Vorschlag nach öffentlichem Protest zurück. Am 22. Dezember 2011 wurde er erneut zum Minister für Landwirtschaft, Ernährung und Umweltschutz ernannt. Unter seiner Regie genehmigte die Regierung – die den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien eingefroren hat – die Suche nach Öl und Gas durch Fracking. Außerdem erteilte Arias Cañete grünes Licht für Erdölprobebohrungen vor den Kanarischen Inseln, in besonders sensiblen Meeresregionen. Hinzu kommt die Lockerung des Küstenschutzes. Auch hier soll Arias Cañete nicht ohne Eigeninteresse gehandelt haben, da er hat auch im Tourismusgewerbe an Spaniens Küste investiert habe. Dass in Europa Böcke gern zu Gärtner gemacht werden, ist bekannt. Dass Sie sich jedoch ohne Not vor diesen Karren spannen lassen und kräftig mitziehen, ist bemerkenswert. Ihr fehlender Sachverstand ist dabei – wie bei Ihresgleichen üblich – nicht hinderlich. Nur ein kleines Beispiel: Gänse werden nicht auf „Flächen“, sondern in engsten Käfigen in überfüllten Hallen „gestopft“, das weiß jeder, der sich nur minimal mit der Materie beschäftigt hat. Sie als SPD-Mitglied gehören offensichtlich nicht dazu. Und dass Ihnen in dem Zusammenhang „Kampfstiere“ und „gestopfte Gänse“ (beides Ausdruck massiver Tierquälerei) als Beispiel für die ungerichteten EU-Subventionen so flüssig und ohne weiteren Kommentar von den Lippen gehen, zeigt, wo Sie emotional bzw. empathisch stehen. Dass Ihnen weiterhin nicht klar ist, inwieweit durch die Prämienzahlungen auch Kampfstierzuchten (siehe Señora Cañete) massiv gefördert werden, spricht Bände über Ihr Vermögen, eins und eins zusammenzuzählen. Aber für die Mitgliedschaft im „Ausschuss für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung“ reicht es offensichtlich. Aus welcher wunderlich realitätsbefreiten Wahrnehmung Sie weiterhin ableiten, dass sich Ihnen „fast alle anderen Fraktionen“ angeschlossen hätten, teilen Sie uns nicht mit. Der Antrag von Herrn Eickhout hat doch immerhin eine Mehrheit (323 Ja-Stimmen bei 309 Nein-Stimmen und 58 Enthaltungen) erhalten. Es wurde lediglich die nötige absolute Mehrheit von 376 Stimmen um 53 Stimmen verfehlt. Nein, Frau Noichl, das, was Sie uns da so hochtrabend als „Transparenz“ verkaufen wollen, ist die übliche EU-Verdummung der Bürger. Machen Sie nur weiter so. Sie werden wahrscheinlich auch dann noch von keinem noch so geringen Selbstzweifel beleckt werden, wenn die Wahlbeteiligung demnächst auf 30% abgesunken sein wird und die Europa-kritischen Parteien weiteren massiven Zulauf erhalten. Und um auf die eigentliche Kulturschande Stierkampf zurückzukommen: Lesen Sie doch einfach einmal die exzellente Zusammenstellung von Herrn Gerhard Heybrock in der ganz unten angehängten Mail und schauen Sie sich die angegebenen Links an, insbesondere aber diesen: http://www.sos-galgos.net/2010-10-11/tradition-der-grausamkeit-wenn-kalber-zu-tode-gefoltert-werden.html Vielleicht ahnen Sie dann wenigstens ein bisschen, was für ein Verbrechen Sie mit Ihren inhaltsleeren Worthülsen relativieren. DAS in der Öffentlichkeit publik zu machen, das hätte etwas mit Transparenz zu tun, der Sie sich ja angeblich so sehr verpflichtet fühlen. Nach dem, was Sie in Ihrer Antwort-Mail von sich gegeben haben, muss man jedoch davon ausgehen, dass Ihnen die Bedeutung dieses Begriffs völlig unbekannt ist. Mit freundlichen Grüßen Prof. Dr. Klaus Hamper XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX 21. September 2014 Im Juli schreibt Prof. Dr. Hamper an die Autoren des Artikels „Stoppt die Lebendviehexporte“ im Provieh-Magazin 02/2014 u.a.:

 …mit Interesse begann ich die Lektüre des o.g. Artikels im letzten Provieh-Magazin. Schon bald stockte mir jedoch der Atem. Frau Ohm macht darin den Vorschlag, die Lebendviehexporte in muslimisImche Länder durch in Europa geschächtetes Tierfleisch zu ersetzen. Ich musste das zweimal lesen, bevor ich es geglaubt habe. Schächten ist in keiner Form und an keinem Ort eine Alternative….“  

Antwort von Provieh u.a.:

„… verstehen Ihr Entsetzen und teile Ihre Meinung darüber, dass Schächten eine grausame Schlachtmethode ist, die abgeschafft gehört, und zwar am besten weltweit. Allerdings möchte auch ich Ihnen Folgendes zu bedenken geben:

 1.   In Deutschland wird bei Halalschlachtungen in Schlachthöfen in den allermeisten Fällen nicht mehr betäubungslos geschächtet. Wir haben selbst auf Schlachthöfen gesehen, dass im Regelfall Rinder per Bolzenschuss betäubt werden – unter Anwesenheit eines Muslims, der meist teil der Belegschaft ist. Es gibt nur sehr wenige kleinere Schlachthöfe, die (vor allem Schafe) für den örtlichen Bedarf betäubungslos schächten, auf besonderen Wunsch einiger radikalerer Verbraucher-Gruppen. Unser Wunsch wäre es natürlich – und darauf würden wir hinwirken – dass das Fleisch für den Export aus den erstgenannten Schlachthöfen käme.

2.       Unabhängig davon, dass wir selbstverständlich auch weiterhin in Deutschland und Europa auf die Abschaffung des betäubungslosen Schächtens hinarbeiten werden, müssen wir aber die Realität sehen und versuchen, den Tieren auf dem Weg dahin so viel Leid wie möglich zu ersparen. Allein die Vermeidung der langen Lebendtiertransporte, aber auch des tierquälerischen Umgangs in den Empfängerländern wäre schon eine „Ersparnis“ an großem Leid für viele tausend Tiere pro Jahr.

 So sehr ich Ihre Empörung verstehe, so sehr müssen wir Mitarbeiter von PROVIEH unserem Satzungsziel treu bleiben, den Nutztierschutz zu verbessern. Das sind manchmal mühsame, kleine Schritte, die durchaus auch für uns unbefriedigend sind, die aber eine Verbesserung darstellen und deshalb aus unserer Sicht wichtig und richtig sind.

  Glauben Sie nicht, dass nicht jeder einzelne von uns schon mehrfach Lust gehabt hätte, den „ganzen Kram einfach hinzuschmeißen“, weil es eben eine sehr undankbare Aufgabe ist, diese mühsame, oft frustrierende Kleinarbeit so weit entfernt von den Zielvorstellungen zu betreiben. Aber wir bei PROVIEH fühlen uns dem Wohl der Tiere in der Landwirtschaft zu 1000 % verpflichtet und bleiben dran. Wir hoffen auf Ihr Verständnis und darauf, dass wir dafür auch künftig auf Ihre Unterstützung zählen können….“

 Antwort von Klaus Hamper u.a.:

 ob das Schächten von Tieren in Deutschland eine akzeptable Alternative zum Lebendexport von „Schlachtvieh“ in rituelles Schächten praktizierende (wohl überwiegend moslemische) Länder darstellen kann. Ich verstehe die Notsituation, in der sich Ihr Verein befindet. Speziell wir Deutsche haben ja durchaus Erfahrung mit dem alten Dilemma der Menschheit: Kollaboration mit Zwangssystemen, um kleine Verbesserungen für die Betroffenen zu erreichen oder konsequente Härte gegenüber den „Machthabern“ in der Hoffnung, dass das verbrecherische System bald hinweggefegt wird. Es kann in dieser Frage keine einzige Wahrheit geben…

 Es ist zunächst festzuhalten, dass sich Ihr Verein auf verschiedensten Ebenen für eine Verbesserung der Haltungsbedingungen von sogenanntem „Nutz“vieh einsetzt. Das begrüße ich voll und ganz. Es fällt aber weiterhin auf, dass Sie sich mehr oder weniger kleinlaut offensichtlich mit einer Politik der „kleinen Schritte“ abzufinden glauben müssen – aus der vermeintlichen Überzeugung, dass große Schritte sowieso nicht möglich seien. Hier habe ich meine ersten Zweifel. Die gesamtgesellschaftlich Diskussion über die aktuell stattfindende massive und qualvolle Ausbeutung von fühlenden Mitgeschöpfen ist in den letzten Jahren dermaßen in Gang gekommen, dass durchaus Hoffnung besteht, dass die Tage des verbrecherischen System der Massentierhaltung demnächst endgültig gezählt sein könnten. Und das nicht nur unter Tierschutzaspekten, sondern auch im Hinblick auf z. B. Zusammenhänge des Fleischkonsums mit der menschlichen Gesundheit und dem Klimaschutz. Hier ist „Provieh“ meines Erachtens deutlich zu zaghaft. Gewollt kleine Zugeständnisse an das System wirken hier kontraproduktiv, da durch solche marginalen „Verbesserungen“ unserer Bewegung insgesamt der Wind aus den Segeln genommen wird. Ich gehe im Folgenden auf diese Punkte ein.

 Es ist jetzt innerhalb von gut einem Jahr bereits das vierte Mal, dass ich die Haltung bzw. das Vorgehen von „Provieh“ als problematisch empfinde…

Und nun kommt also als 4. Thema Ihre Empfehlung, Tiere in Deutschland zu schächten, um Ihnen den Export in die Barbarei zu ersparen. Ich wiederhole noch einmal, wie schwierig es ist, hier eine Wahrheit zu finden. Ich glaube jedoch, dass der ganze Bohei um die sogenannten „Tierschutzlabels“ und die Tier“wohl“diskussion in der industriellen Fleisch“produktion“ Scheinerfolge für den Tierschutz sind. Hier werden minimale (teilweise kaum wahrnehmbare) Verbesserungen groß aufgemacht, um dem „Verbraucher“ ein vordergründig weißgewaschenes Gewissen bei seinem täglichen – minimal weniger billigen – Fleischfraß zu verschaffen. Und wir berauben uns unserer Glaubwürdigkeit, wenn wir annehmen, dass ein paar Quadratzentimeter mehr Lebensraum für Schweine und Puten sowie artfremdes „Beschäftigungsmaterial“ (wie Ketten und Holzblöcke) bei weiter stattfindender Haltung in drangvoller Enge über den eigenen Exkrementen eine von den gequälten Tieren wahrgenommene „Verbesserung“ in ihrem weiterhin kurzen und erbärmlichen Leben darstellt. Und dass Sie den barbarischen Akt des Schächtens (den übrigens keine der imaginären menschlichen Gottesphantasien in den monotheistischen Religionen belegbar fordert) mit einer solchen Empfehlung weiter salonfähig machen (selbst wenn er – leider nur partiell, wie Frau Ohm zugibt – durch die Anwesenheit eines Moslems beim Schächtvorgang teilweise symbolischen Charakter erhält), muss Ihnen eigentlich klar sein.

 Insgesamt kann ich für mich persönlich nur die Schlussfolgerung ziehen, dass Sie mit den oben genannten Beispielen nur sehr bedingt dem Tierschutzgedanken nützen, sondern die – vor allem internationalen – Märkte der Fleischindustrie stabilisieren. Und das kann nicht Sinn eines Tierschutzvereins sein. Ich habe hier den leisen Verdacht, dass die Nähe der unverfroren agierenden Brüsseler Lobbyisten auf den Verein „Provieh“ einen negativen Einfluss ausübt, bzw. dass hier vielleicht sogar mit finanziellen Zuwendungen nachgeholfen wird.

 … Die „kleinen Schritte“, die Sie propagieren, werden meines Erachtens in relativ kurzer Zeit zwangsläufig und sowieso erreicht werden. Und in Anbetracht der Milliarden weltweit und täglich gequälter Kreaturen sind sie wahrscheinlich eher zu vernachlässigen. Der Idealist Ernesto „Che“ Guevara, der mir in der Jugend eher fremd war, mit fortschreitendem Alter jedoch zunehmend sympathisch wird, hat es wie folgt formuliert: „Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche.“

 

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1. Juni 2014 Anzeige in Welt am Sonntag: Tierversuche sind und bleiben, was sie immer waren UNMENSCHLICH:

http://www.tierversuchsgegner.de/downloads/Anzeige-TIERVERSUCHSGEGNER_2.pdf

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Von Prof. Dr. Hamper:

Was heute jeder Hinz und Kunz weiß, das Faktenmagazin Titanic (war der Zeit schon immer voraus!) hat bereits 1987 bewiesen: Tierversuche sind nicht übertragbar!image003

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Werbung der Sparkasse

Jemand hat das Bild in der Sparkassenwerbung gegen ein Bild der Realität im Schweinestall getauscht. Ich bekomm das leider nicht kopiert. Beim Anblick des glücklichen Schweins in der Werbung kam mir dieser Gedankensprung zu einem anderen einst sog.  „Heim“:220px-Arbeitmachtfrei_01

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Brief vom 21.4.2014 von Prof. Dr. Hamper an die Sparkasse Harburg-Buxtehude

Anzeige Sparkasse Landvokzeitung Lüneburger Heide April2014schwein2Sehr geehrte Damen und Herren, in der Zeitung des Landvolks Lüneburger Heide, Ausgabe April 2014, haben Sie unter dem Titel „Schwein sucht Heim“ die angehängte Anzeige geschaltet. Das Bildmotiv zeigt ein offensichtlich „glückliches“ Ferkel auf grüner Wiese. Ich darf Ihnen dazu folgende Fragen stellen: Ist Ihnen tatsächlich nicht bekannt, wie das „Heim“ der heutigen Schweine nicht nur in der Agrarindustrie, sondern auch in der konventionellen bäuerlichen Landwirtschaft aussieht? Falls nein, habe ich ein paar Impressionen angehängt. Wissen Sie tatsächlich nicht, dass die Schweine bis auf den heutigen Tag immer noch betäubungslos kastriert und Ihnen die Ringelschwänze und Eckzähne genau so betäubungslos abgekniffen werden? Dass Abferkelkäfige (sogenannte „Eiserne Jungfrauen“), in denen die Muttersauen über Wochen komplett immobilisiert sind, immer noch die Regel sind? Dass es einen massiven Antibiotikamissbrauch in der Schweine- (und auch Geflügel-)mast gibt? Dass der von Ihnen verniedlichend „Heim“ genannte Stall in der Regel mehrere Tausend Tiere auf engstem Raum zusammenpfercht, in dem sie auf Spaltenböden ihr gesamtes kurzes erbärmliches Leben über den Ammoniakausdünstungen der eigenen Gülle zubringen und sie infolgedessen fast alle an chronischen Lungenproblemen leiden? Dass keines dieser armen Schweine jemals Sonne oder gar eine grüne Wiese sieht? Dass die Verbraucher von der Agrar- und Lebensmittelindustrie (mit Rückendeckung durch die Politik) systematisch belogen werden, daran haben wir uns ja inzwischen – fast – gewöhnt. Und nun gut, dass bei den für diese Schweinereien verantwortlichen Landwirten eine aktive Realitätsverweigerung stattfinden muss, um ihren Beruf überhaupt ausüben zu können, ist psychologisch vielleicht noch nachvollziehbar. Dass diese Realitätsverweigerung im Einzelfall sogar massive psychopathologische Züge annimmt, wissen wir spätestens seit der kürzlich gemachten Bemerkung des feinen Herrn Bauernpräsidenten Rukwied, nach der es Massentierhaltung angeblich nicht gäbe (http://www.badische-zeitung.de/wirtschaft-3/bauernpraesident-massentierhaltung-gibt-es-nicht–79684384.html, auch die dort geäußerten Kommentare sind lesenswert). Dass aber Sie als allgemeine Finanzdienstleister, die auch Kunden aus allen anderen Branchen betreuen, einer solchen Realitätsverweigerung ausgerechnet bei den Betroffenen im Sinne einer Förderung der Autosuggestion Vorschub leisten, ist unerträglich. Haben Sie es wirklich nötig, den allgegenwärtigen landwirtschaftlichen Etikettenschwindel mit solchen realitätsbefreiten Motiven zu unterstützen? Für eine Stellungnahme wäre ich Ihnen dankbar. Diese Mail geht in verschiedene große Verteiler und wird dort sicher auch von anderen Sparkassenkunden zur Kenntnis genommen werden. Mit freundlichen Grüßen Prof. Dr. Klaus Hamper 

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Rundbrief vom 17. April 2014 von www.pro-iure-animalis.de

Liebe Freunde der Tiere,  das Osterwochenende steht bevor und wir können unser heutiges Rundmail mit zwei sehr erfreulichen Nachrichten beginnen.

 Ende März konnten wieder vier wunderbare Hunde aus der Hundehölle Rumänien nach Deutschland kommen und auf die sichere Seite des Lebens bringen. Harald Hoos ist innerhalb kürzester Zeit zweimal nach Bukarest geflogen und hat insgesamt sieben Tiere mitgebracht. Betrachten Sie die prachtvollen Hunde hier: http://www.pro-iure-animalis.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1668&Itemid=109

 Wir sind es gewohnt, dass die christlichen Kirchen, insbesondere die katholische Kirche, unsere Mitgeschöpfe, die Tiere, weitgehend aus ihrem Denken und Handeln verbannt hat. Umso erfreulicher ist die Aktion von Pfarrer Seidel und von AKUT (Aktion Kirche und Tiere) „Kein Segen für Tierleid“. AKUT appelliert an die Kirchenmitglieder, zu Ostern mit wieder erwachter Hoffnung ein fleischloses Festmahl zu genießen. Lesen Sie diese beispielhafte Ermahnung und Erinnerung hier: http://www.pro-iure-animalis.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1665&Itemid=109

 Auch in diesem Rundmail wieder ein Hinweis auf die sittliche und moralische Verrohung einzelner Mitglieder der Jagdfraktion. Zu einem der widerlichsten Vorgänge in letzter Zeit haben wir eine Pressemeldung verfasst und Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft gestellt: http://www.pro-iure-animalis.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1666&Itemid=110

 Für die Ostertage haben wir zur Abwechslung ein Literatursortiment bekannter und weniger bekannter Schriftsteller für Sie zusammengestellt, das den Umgang des Menschen mit der Tierwelt in vielen Facetten beschreibt. Wir wünschen Ihnen die Muße, in diesen einmaligen Schriften zu lesen und gedanklich zu verweilen. Die Texte von Leo Tolstoi, Emile Verhaeren, Alfred Polgar  und den „Brief einer veganen Mutter an ihre Tochter“ finden Sie hier: http://www.pro-iure-animalis.de/index.php?option=com_content&task=blogcategory&id=43&Itemid=76

 Ein sehr nachdenklicher Brief des großen Erich Kästner an sich selbst (http://das-blaettchen.de/2008/04/brief-an-mich-selbst-6620.html) sollten Sie sich nicht entgehen lassen, erklärt sich doch aus diesem Text in einmaliger Weise, warum wir die Menschen – und wir sprechen hier für den Tierschutz – so schwer erreichen.

 Zum Schluss noch ein Hinweis auf ein sehr gutes Kinderbuch von Katja Schwede „Chicks Wildnis-Abenteuer“, das als Geschenk für eigene und fremde  Kinder bestens geeignet ist: http://www.pro-iure-animalis.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1664&Itemid=109

 Übrigens finden Sie immer auf unserer Frontseite (http://www.pro-iure-animalis.de/index.php?option=com_frontpage&Itemid=1) im regelmäßigen Wechsel das „Zitat zum Wochenende“ mit Gedanken jenseits des Mainstreams.

 In diesem Sinne wünschen wir Ihnen entspannte und erholsame Ostertage.

 Herzliche Grüße  für pro iure animalis  Dr. Gunter Bleibohm und Harald Hoos

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Kein Segen für Tierleid

Aktion Kirche und Tier Pfarrer Dr. Ulrich Seidel, http://www.aktion-kirche-und-tiere.de

Zu Ostern feiert die Christenheit in den Gottesdiensten die Auferstehung von Jesus Christus vom Tode. Die kirchliche Tradition symbolisiert das Osterereignis durch ein Lamm, das dem Schlächter ausgeliefert, nun den Sieg des Lebens davonträgt. In Kirche und Gesellschaft ist dieses Fest oft verbunden mit üppigem Essen und aus dem Freudenfest der Menschen wird ein Blutbad für die Tiere. Die Aktion „Kein Segen für Tierleid“ weist auf diesen Gegensatz hin und fordert Mitgefühl für die Tiere ein, die ebenfalls Gottes Geschöpfe und tief mit uns verwandt sind. Am Ostersonntag finden in vielen Großstädten Mahnwachen von Tierrechtsgruppen vor Kirchen statt, die von den Kirchen Engagement für die leidende Tierwelt einfordern. AKUT appelliert an die Kirchenmitglieder, zu Ostern mit wieder erwachter Hoffnung ein fleischloses Festmahl zu genießen. Wir sehen darin einen Vorgeschmack der Feier des kommenden Gottesreiches und eine Erinnerung an die paradiesische Schöpfung Gottes, die die Mitgeschöpfe einschließt und der Osterfreude Ausdruck verleiht. AKUT tritt für eine gewaltfreie Lebensweise ein und unterstützt Bischof Meister aus Hannover, der die Verbraucher aufgefordert hat, kein Fleisch beim Discounter zu kaufen als einen wichtigen Schritt.

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 Kennst Du den typischen Tierfreund?

(aus dem Buch „Totentanz der Tiere“ Gunter Bleibohm)

Er ist vielleicht Dein Nachbar oder Dein Verwandter und begegnet Dir täglich. Oder bist Du es gar selbst?  Der typische Tierfreund ist normalerweise Mitglied im örtlichen Tierschutzverein und zahlt seinen Jahresbeitrag von 30 Euro mit dem guten Gefühl, Tieren zu helfen. Dies verhilft ihm zur Zufriedenheit, weil er ja ein gutes Werk getan hat. Natürlich kann man das nicht an die große Glocke hängen, die Kinder in Afrika hungern ja auch und sind schließlich Menschen. Egal, sei´s drum, er hat sich als Tierfreund eben entschlossen, diesem Verein zu helfen und tatkräftig finanziell zu unterstützen.

 Gelegentlich krault er einen Hund und eine Katze hinter dem Ohr und freut sich über alle Tiere in seiner Straße. Natürlich weiß er, daß gegenüber die Kaninchen und der Haushund nicht gut gepflegt werden und von den Kindern gequält werden. Aber – und ab sofort bin ich der typische Tierfreund – soll ich mich wegen eines Tieres mit dem Mann von gegenüber anlegen, ihn gar ansprechen und den Tieren helfen? Also wirklich, so schlimm wird es doch nicht sein und ich setze doch nicht meine gute Nachbarschaft aufs Spiel. Das mußt Du doch verstehen, oder?

 Ostern freuen wir uns alle, die ganze Familie, besonders die Kinder, über die süßen Lämmchen, die wir auf der Weide gesehen haben, wie sie hüpfen und bei der Mutter trinken – allerliebst. Aber ich frage dich allen Ernstes, soll ich deswegen bei der Einladung auf den wunderbaren Lammbraten mit Rosmarinkartoffeln verzichten? Wem hilft das, das Lamm ist eh schon tot – tut mir ja leid, aber war ja wohl schon immer so und sind Schlachttiere nicht zum Essen da und  muß man wirklich päpstlicher als der Papst sein?

 Ich sage euch was, ich tue schon viel für den Tierschutz! Meine Frau kauft nur Bioeier und unser Fleisch – also den Fleischkonsum haben wir ja reduziert nach allem ,was man so liest – unser Fleisch kommt aus Deutschland, einwandfreie Qualität, vom Bauern. Kein Transport, werden auf dem Hof geschlachtet.

Klar sterben die, aber auf der Weide konnten sie doch leben- welches Tier kann das schon! Die Nachbarn kaufen aus Massentierhaltung, das sind Leute, die haben Null Gefühl für Tiere. Aber was soll man machen, muß jeder selber wissen, ob er diese Quälerei unterstützt, kommt ja täglich im Fernsehen. Man weiß ja schließlich, was die alles Grausames mit den Tieren anstellen- diese Figuren werden sich wohl nie ändern, sollen sich mal ein Beispiel an mir nehmen, bin aktiver Tierfreund, bin doch Mitglied im Tierschutzverein!

Trotzdem, auf Fleisch könnt ich nicht verzichten, da würde mir echt was fehlen, tut mir leid. Ist mir zu extrem, immer Salat und Müsli. Da muß man schon manchmal über seinen Schatten springen wegen der Tiere , die getötet werden, aber in China essen die sogar Hunde, ich doch nur Schwein und Kuh. Nee, selber könnt ich kein Tier umbringen, macht der Schlachter – gottseidank – für mich. Außerdem betäubt er die Tiere ja vorher,  die merken nichts. Du kennst mich doch, bin sensibel, kann kein Blut sehen und beim Zahnarzt brauch ich immer eine Spritze. Ach so, Spritze. Natürlich braucht man Tierversuche, ist ja schließlich für unsere Gesundheit, für den Menschen. Ich arbeite doch selber in einer Firma, die Versuche macht. Sind aber nur ein paar Mäuse und Ratten. Doch, ja noch einige Hunde. Wenn die überleben, das tun ja einige, gehen die sogar ins Tierheim, die nehmen sogar die, die wir bei unseren Versuchen verkrüppelt haben. Hab ich für gesorgt, früher wurden die eingeschläfert – ja, ich mache echten Tierschutz!

 Zugegeben, bei Insekten bin ich ja nicht so pingelig. Ich weiß zwar, daß die nützlich sein sollen, aber eine Spinne oder Wespe in der Wohnung- kommt nicht in Frage! Die schlag ich tot, sind eklig und wenn die sticht? Es ist schon mancher am Wespenstich gestorben, bin schließlich Allergiker! Die Vögel fressen schließlich auch Mücken oder meinst du vielleicht, ich soll mich anders als Vögel verhalten?

 Was ich als Tierfreund aber gar nicht abkann, das sind ja diese sogenannten Tierschützer. Diese Typen haben selber jahrelang Fleisch gegessen, erzählen dir, daß sie das Perverse ihres Tuns erkannt haben und sich deshalb geändert haben – sollen die doch machen, was geht’s mich an – und wollen mir jetzt einreden, Tiere haben das gleiche Lebensrecht wie wir Menschen. Also die spinnen ja, diese militanten Fanatiker, Tier ist Tier und Mensch ist Mensch. Können die Viecher vielleicht denken wie wir? Siehste, können sie wahrscheinlich nicht! Aber leiden und Schmerzen empfinden und schreckliche Angst beim Transport auf den Schlachthof – kann ja sein , kann ich nicht beurteilen, aber dafür haben wir ja schließlich Gesetze. Und eins sag ich euch noch. Ich liebe Tiere und tue alles für sie, aber ich kann mich deswegen ja nicht außerhalb der Gesellschaft stellen, mich schief angucken lassen. Was soll ich unseren Freunden sagen, wenn ich nicht zum Grillfest komme oder nur Salat esse? Geht doch wohl nicht, laß mich doch nicht auslachen und dumm anquatschen!

 Diese Irren, also die Tierschützer – hab ich gehört-  finden ja sogar die Jagd, ein Jahrhunderte altes deutsches, was sag ich, menschliches Kulturgut – abwegig und wollen das abschaffen. Die Rehe und Wildschweine haben es doch wirklich gut im Wald, werden gehegt und gepflegt, dann kann es wohl nicht schlimm sein, wenn ich Weihnachten Kitzbraten mit Maronen esse, wenigstens einmal im Jahr und ein Glas Spätburgunder dazu, schmeckt echt lecker! Der Schuß kommt ja mit dreifacher Schallgeschwindigkeit, also ist das Reh schon tot, bevor es was hört – verstehst du das, geht schmerzlos, ist doch optimal für das Tier!

Noch eins zum Schluß. Wir können trotzdem froh sein- und damit meine ich auch unsere Tiere – daß wir in Deutschland sind. Geh mal ins Ausland, da ist alles viel schlimmer, hier ist alles gut organisiert und geregelt. Sollen doch erstmal die anderen Länder unseren Standarderreichen, solange muß ich mich ja wohl nicht ändern. Wo findest du denn zum Beispiel in Griechenland so engagierte Tierfreunde wie mich, kennst du einen?”

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Das Kuhaltersheim

Auch in Zeiten, in denen es die heute üblichen Mengen an Molkerei-produkten nicht gegeben hat, war das Leben von Rindern ein von Menschen ausgebeutetes. Den Grad der Ausbeutung haben Menschen spätestens im 20. Jahrhundert immer weiter gesteigert. Wir Menschen haben uns an das mit der Ausbeutung verbundene Unrecht nicht etwa gewöhnt, sondern gehen vielmehr (abgestumpft) darüber hinweg oder sind uns der Details überhaupt nicht bewusst. 

Es gibt Fleisch- und Milchrinder. Die Fleischrinder werden ausschließlich zur Welt gebracht, um sie nach der Mästung zu töten. Die Milchrinder (genauer: Milchkühe) werden, wenn sie nicht mehr rentabel sind, mit durchschnittlich 5,5 Jahren ebenfalls geschlachtet.

Die Details des an den Milchkühen begangenen permanenten Unrechts, das gern auf Traditionen zurückgeführt wird, moralisch aber nicht zu rechtfertigen ist, sehen so aus: 

Kühe, die bis zu dreißig Jahre alt werden könnten, werden schon im jugendlichen Alter von ca. zwei Jahren befruchtet. Meistens künstlich, selten durch einen Zuchtbullen. Unter Menschen würde man diesen Eingriff Vergewaltigung nennen. Wenn die Kuh ein Kalb zur Welt gebracht hat, wird es ihr in der Regel sofort und in seltenen Ausnahmen spätestens vierzehn Tage nach der Geburt weggenommen. Die Mutter ruft oft noch wochenlang nach ihrem Kalb. Auch das Kalb schreit verzweifelt nach seiner Mutter. 

Das seiner Mutter entrissene Kalb wird in der Regel mit Ersatzmilch aufgezogen. Höchstens bekommen Kälber noch unverkäufliche Muttermilch von kranken Kühen. Männliche Kälber werden an Mäster verkauft und nach wenigen Monaten Mästung getötet. Die Mästung folgt wirtschaftlichen Erwägungen, die politisch durch sogenannte Schlachtprämien reguliert werden. Diese Prämien werden den Landwirten für den Verkauf der Tierbabys mit dem Zweck ihrer Tötung gezahlt, die Kosten dafür tragen die SteuerzahlerInnen. Weibliche Kälber werden entweder selbst Milchkühe oder ebenfalls einige Monate gemästet und anschließend geschlachtet. 

Durch das künstliche Melken wird die Milchleistung angetrieben, die Euter immer voller. Viele Kühe schreien vor Schmerzen, weil sie Druck und Schwere der Euter nicht aushalten. Damit eine Kuh nicht nur vorübergehend, sondern ständig Milch produzieren kann, wird sie jedes Jahr erneut künstlich geschwängert. Auch während der Schwangerschaft wird sie weiter gemolken. Diese extreme Doppelbelastung gehört jetzt zu ihrem weiteren Leben. Nachdem sie ihr Kalb geboren hat, wiederholt sich der Kreislauf, bis die Maschine Kuh aufgrund von Verschleißerscheinungen nicht mehr rentabel ist. Sie ist trotz ihres noch jungen Alter bereits stark gealtert, physisch und psychisch ausgezehrt und leidet an zuchtbedingten Krankheiten. Als Dank wird sie nun gegen eine kleine Gebühr an einen Schlachthof verkauft. Sie hat weder ihre eigene Mutter noch ihre eigenen Kinder kennen lernen können. 

Dies sind die Hintergründe der Milchwirtschaft. Ob konventionell oder kontrolliert-biologisch – an den oben genannten Umständen ändern auch ein paar Quadratmeter mehr oder weniger Bewegungsfläche nichts. 

Immer mehr Menschen können diese Umstände mit ihrem Gewissen nicht länger vereinbaren. Wir sagen deshalb bewusst: „Menschlichkeit kann man nicht in Kuhbigmetern messen, aber praktizieren.“ Mit dem Kuhaltersheim setzen wir ein Zeichen für einen neuen, besseren Umgang von Menschen mit den Rindern. Man könnte meinen, es handle sich dabei nur um einen Tropfen auf den heißen Stein. Wir sind aber der Meinung, dass gerade solche Anfänge bedeutsam sind, um die überfällige Wende im Umgang mit den Rindern auf den Weg zu bringen. 

Für den Landwirtschaftsmeister Jan Gerdes, der zunächst einen konventionellen, dann einen Demeter-Hof mit Milchkühen betrieben hat und heute vegan lebt, erfüllt sich mit dem Kuhaltersheim eine Herzensangelegenheit, denn er ist überzeugt, dass nur ein konsequent tierfreundlicher Umgang mit den Rindern Zukunft hat.

Die Arbeit des Kuhaltersheimes beweist, dass auch solche Tiere, die wie die Milchkühe mit ausgelaugten Körpern und gebrochenem Herzen aussortiert werden, wieder lebensfrohe Wesen sein können; dass sie trotz der erlittenen Qualen wieder Vertrauen fassen, Freundschaften schließen und Freude empfinden können.

Wir möchten mit dem Projekt Kuhaltersheim den Kühen das zurück-geben, was die Menschen ihnen genommen haben: Würde und ein selbstbestimmtes Leben. Quelle: http://www.stiftung-fuer-tierschutz.de/kuhaltersheim.html

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Sonnenspaziergang  im November

Die Felder sind abgeerntet. Einige sind noch grün, aus anderen ragen die Reihen der abgeschnittenen Maispflanzen ihrer kommenden Verwesung entgegen. Todesruhe, Totenstille, Friedhofsgefühl. Kein Tier zu sehen, weder Reh noch Hase, erst recht kein Fuchs. Vereinzelt eine Amsel, gelegentlich ein Spatz, sonst nichts. Der Mensch war hier. Hat alles, so sagt er, kultiviert, hat Ackerland für seine Ernährung geschaffen und eine ökologische Wüste hinterlassen. Gewiss, Pflanzen gedeihen noch im Frühling, mit Pestiziden und Dünger vollgepumpt, zu kräftigstem Wachstum gezüchtet. Aber die Tiere sind verschwunden, die Igel, die Hamster und selbst die Maulwürfe werden durch den Pflug dezimiert. Endzeit in dieser Landschaft, das Leichentuch über die Tierwelt breitet sich weltweit aus und niemand, fast niemand, vermisst sie, die Tiere, denen das Land von Anbeginn an gehörte. Man spürt den Selbstmord der Natur, man fühlt das Unvorstellbare und es wird wahr, eine schreckliche Wahrheit. Es bleiben nur Menschenmassen, zunehmende, ins uferlose anwachsende Menschenmassen auf einem Planeten, der von der größten Artenvielfalt durch menschlichen Einfalt zur Eintönigkeit, zum Monotono-Planeten verändert wurde. Die Vision, die gefürchtet, aber nicht für möglich gehalten wurde, ist zur realen Apokalypse, ist Wahrheit geworden. Vae victis, wehe den kommenden Generationen 20.11.2013 Gunter Bleibohm Lithographie A.Paul Weber „Und meine Eltern waren auch dafür. Der Nachkomme“apw

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Nachruf für einen Helden

Ein Held wurde gestern geboren, ein einmaliger, beein-druckender Held, der durch Tapferkeit, dem Willen zur Freiheit ein bleibendes Monument der Lebenskraft schuf. Er war ein großartiger Kämpfer gegen Knechtschaft und Sklaverei, ein Vorbild, das den Kampf um seine Würde, die Verteidigung seines einmaligen und einzigartigen Lebens mit dem Tod büßte. Aufrecht kämpfend verlor er sein Leben, erlag der Übermacht, aber seinen Freiheitsgeist, seinen Willen zur Unabhängigkeit konnte niemand brechen.

Frei von jeder Schuld wurde er verurteilt und gnadenlos dem johlenden Pöbel zur Belustigung übergeben, einem Mob, der in seiner Beschränktheit seine Einmaligkeit, Würde, Kraft und Schönheit nicht einmal erahnen konnte. Angehörige dieses Pöbels versteinern vor Schreck, erzittern vor Angst, stehen sie diesem Giganten Auge in Auge gegenüber, wenn sie nicht durch eine schützende Gefängnismauer von ihm getrennt sind.Stierkampf 2 Behalten wir ihn so in Erinnerung, wie er für die Freiheit starb, gedenken wir seiner in tiefer Trauer und richten uns in unserer Verzagtheit an seiner Willensgröße auf. Möge er allen freiheitsliebenden Wesen ein ewiges Vorbild bleiben, wie er in auswegloser Lage verzweifelt gegen seine Peiniger kämpfte – der wunderbare Stier, der gestern aus einer Arena auf die Zuschauerränge des Pöbels sprang und dort als Held ermordet wurde.
 (aus dem Buch „Widerrede“ von Gunter Bleibohm) 

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Schweinegedanken

 Tiertransporte Ich höre den Motor des Lkw´s, das Türenschlagen des Viehtransporters. Nach meiner Einschätzung müsste es Abend sein. Genau kann ich es nicht sagen, die Lebenszeit, die ich hier verbringe, ist bei künstlichem Dämmerlicht, ohne Bewegung, in unerträglichem Gestank, auf Spaltböden und Kunstfutter mit zahllosen Medikamenten; Gras haben meine Füße nie gespürt, nur Kot, nur Dreck. Vielleicht habe ich einmal im Leben das große Glück, auf dem Transport das richtige Licht zu sehen, richtige Luft zu atmen. Es soll ja eine Sonne geben, Sterne, Wind und Regen. Aber das sind Mythen, die durch unsere Gedanken kreisen, bei uns Tausenden, die hier eingeschlossen sind, hier geboren sind, ich weiß es aber nicht.  Ich sitze in einer der vorderen Boxen, ich bin heute auf jeden Fall dabei. Endlich ist der große Tag der Befreiung gekommen, der Tag, den wir alle herbeisehnen, der Tag auf den sich unser ganzes Leiden hin entwickelt hat, der Sinn unserer kurzen, qualvollen Existenz. Der Weg, die Fahrt zum Schlachthof, meine letzte Chance einen Blick auf diese mörderische Welt zu werfen. Ich habe mir vorgenommen, den Weg mit größter Würde anzutreten, mit Demut gegenüber meinem Schicksal. Der Tod wird ein Geschenk für mich sein. Ich kehre in den unendlichen Frieden zurück, aus dem ich einst aufgebrochen bin, aus dem ich in diese fürchterliche Menschenwelt geworfen wurde.  Ich hab mir vorgenommen, aufrecht zu gehen, auch wenn die Beine unter meinem Körper einknicken, die Last des Körpers kaum tragen können, weil ich sie Zeit meines Lebens nicht benutzen konnte. Ich werde mit zusammengebissenen Zähnen die Elektroschocks der Treiber ertragen, zum letzten Mal, es gilt die Freiheit des Todes zu erringen. Es ist dies kein Anflug von Verzweiflung, ich kenne die Kette meiner Tage, kenne die Kette der Qual, des Martyriums aus meinen wenigen Lebenstagen. Mein Verlangen nach einer Zeit, in der Leben aufhört, Folter und Qual zu sein, ist unbändig.  Jetzt bin ich an der Reihe, die Boxentür geht auf, ich erhalte einen brutalen Stockschlag an den Kopf. Es scheint tatsächlich abends zu sein, wenn man das so nennt. Ich hab es noch nie gesehen. Abends bedeutet eine letzte lange Qual, die letzte allerdings. Es bedeutet eine lange Fahrt, vielleicht zum Schlachthof nach Rom, die Nacht hindurch, durstig, hungrig, voller Ungewissheit. Rom sehen und sterben!  Der Weg in die Freiheit ist bitter und qualvoll erkauft, manche von uns sterben leichter, manche fürchterlicher, aber der Lohn ist immer der unendlich tiefe Frieden, die Flucht vor der Menschheit. Die Menschheit, die uns ein Leben in Freiheit, in Sicherheit verweigert. Die Natur wird mich aber wieder in die Masse der Wesen einkneten und macht vielleicht eine Wolke, einen Tautropfen, hoffentlich aber nicht wieder ein Schwein oder gar einen Menschen aus mir. Egal, morgen früh komme ich in die Todesbox, mit etwas Glück ist der Akkordschlächter nüchtern, trifft mich gut mit dem Bolzenschuss. Ich werde stillhalten, nicht ausweichen, damit es schnell geht. Wir sterben an diesem Tag zu Tausenden, so wie jeden Tag. Tausend Lebewesen jede Sekunde auf der besten aller Welten, auf einer Welt, welche die Menschheit zum großen Schlachthaus gemacht hat.  Das Quieken der Anderen ist das verzweifelte Auslachen der Menschheit durch uns Todgeweihte, das Lachen darüber, dass wir mit dem Tod ihrer Macht endgültig entfliehen, das Lachen der Verachtung ob ihrer Überheblichkeit, ob ihres Wahnsinns. Einen Tag später werden meine zerlegten Körperteile verkauft und gegessen, hoffentlich aber von einem Hund oder einer Katze. Der Gedanke, im Körper eines Menschen begraben zu werden, ist mir zutiefst zuwider, im Körper derjenigen, die sich für das Ebenbild eines Gottes halten, eines bluttriefenden, erbarmungslosen Gottes. Quelle: aus dem Buch „Totentanz der Tiere“ von Bleibohm/Hoos

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Ein durchschnittlicher Tag

Heute ist Donnerstag, der 4. Oktober. Ein durchschnittlicher Tag. An einem solchen Tag werden in Deutschland über 7500 Tiere für Versuche »verbraucht«: Mäuse, Ratten, Kaninchen, Hunde, Affen … In ganz Europa sind es mehr als 33 000. Für Zigtausende Tiere ist es indes nicht der letzte, sondern nur ein Tag ihrer lebenslangen Qual.

An diesem Tag werden in den Schlachthäusern der Europäischen Union an die 14 Millionen »Nutztiere« getötet: Schweine, Rinder, Ziegen, Hühner, Gänse … Viele von ihnen werden aufgrund des wahnsinnigen Tempos in den Anlagen ohne Betäubung massakriert. Einem elenden Leben folgt ein ebensolches Ende.

Heute werden, wie an jedem durchschnittlichen Tag, rund eine Million Tiere durch die EU transportiert. In Enge, Hitze, unter Durst und Schmerzen. Um einen möglichst billigen Schlachtort zu erreichen oder einen Hafen, von dem sie ihre Leidenstour per Schiff fortsetzen.

Heute werden in Spanien vielleicht keine Stiere vor johlendem Publikum in der Arena niedergemetzelt – weil für ein solches »Fest« der Tag wohl einfach zu durchschnittlich ist.

Heute werden sich hierzulande und anderswo ein paar Hartnäckige versammeln, um all dieses Tierelend anzuprangern.

Heute ist Donnerstag, der 4. Oktober. Welttierschutztag. (von Ingolf Bossenz in ND)

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Wie konntest du nur?

12Als ich noch ein Welpe war, unterhielt ich Dich mit
 meinen Possen und brachte Dich zum Lachen. Du nanntest
mich Dein Kind, und trotz einer Anzahl durchgekauter
Schuhe und so manchem abgeschlachteten Sofakissen,
wurde ich Dein bester Freund. Immer wenn ich „böse“
war, erhobst Du Deinen Finger und fragtest mich 
“Wie konntest Du nur?“ 
- aber dann gabst Du nach und
 drehtest mich auf den Rücken, 
um mir den Bauch zu kraulen.

Mit meiner Stubenreinheit dauerte es ein bisschen
 länger als erwartet, denn Du warst furchtbar
 beschäftigt, aber zusammen bekamen wir das in den
 Griff. Ich erinnere mich an jene Nächte, in denen ich
 mich im Bett an Dich kuschelte und Du mir Deine
 Geheimnisse und Träume anvertrautest, und ich glaubte,
 das Leben kännte nicht schöner sein. Gemeinsam machten
 wir lange Spaziergänge im Park, drehten Runden mit dem
 Auto, holten uns Eis (ich bekam immer nur die Waffel,
 denn „Eiscrem ist schlecht für Hunde“, sagtest Du) und
ich döste stundenlang in der Sonne, während ich auf 
Deine abendliche Rückkehr wartete.

 12Allmählich fingst Du an, mehr Zeit mit Arbeit und
 Deiner Karriere zu verbringen – und auch damit, Dir
einen menschlichen Gefährten zu suchen. Ich wartete
geduldig auf Dich, tröstete Dich über Liebeskummer und
Enttäuschungen hinweg, tadelte Dich niemals wegen
schlechter Entscheidungen und überschlug mich vor
 Freude, wenn Du heimkamst und als Du Dich verliebtest.

 Sie, jetzt Deine Frau, ist kein „Hundemensch“ -
trotzdem hieß ich sie in unserem Heim willkommen,
 versuchte ihr meine Zuneigung zu zeigen und gehorchte
 ihr. Ich war glücklich, weil Du glücklich warst.

 Dann kamen die Menschenbabys und ich teilte Deine
Aufregung darüber. Ich war fasziniert von ihrer rosa
 Haut und ihrem Geruch und wollte sie genauso bemuttern,
 nur dass Du und Deine Frau Angst hattet, ich könnte 
ihnen weh tun, und so verbrachte ich die meiste Zeit
 verbannt in einem anderen Zimmer , oder in meiner
 Hütte. Oh, wie sehr wollte auch ich sie lieben, aber 
ich wurde zu einem „Gefangenen der Liebe“.

 Als sie aber grösser waren, wurde ich ihr Freund. Sie
 krallten sich in meinem Fell fest, zogen sich daran 
hoch auf wackeligen Beinchen, pieksten ihre Finger in 
meine Augen, inspizierten meine Ohren und gaben mir
 Küsse auf die Nase. Ich liebte alles an ihnen und ihre
 Berührung – denn Deine Berührung war jetzt so selten
 geworden – und ich hätte sie mit meinem Leben
verteidigt, wenn es nötig gewesen wäre. Ich kroch
 heimlich in ihre Betten, hörte ihren Sorgen und Träumen 
zu und gemeinsam warteten wir auf das Geräusch Deines
Wagens in der Auffahrt.

 12Es gab einmal eine Zeit, da zogst Du auf die Frage, ob
 Du einen Hund hättest, ein Foto von mir aus der
 Brieftasche und erzähltest Geschichten über mich. In
 den letzten Jahren hast Du nur noch mit „Ja“
 geantwortet und das Thema gewechselt. Ich hatte mich
 von „Deinem Hund“ in „nur einen Hund“ verwandelt und 
jede Ausgabe für mich wurde Dir zum Dorn im Auge.

 Jetzt hast Du eine neue Berufsmöglichkeit in einer 
anderen Stadt, und Du und sie werdet in eine Wohnung 
ziehen, in der Haustiere nicht gestattet sind. Du hast 
die richtige Wahl für „Deine“ Familie getroffen, aber
 es gab mal eine Zeit, da war ich Deine einzige Familie.

 Ich freute mich über die Autofahrt, bis wir am Tierheim
 ankamen. Es roch nach Hunden und Katzen, nach Angst, 
nach Hoffnungslosigkeit. Du fülltest die Formulare aus 
und sagtest „Ich weiß, Sie werden ein gutes Zuhause für
 sie finden“. Mit einem Achselzucken warfen sie Dir 
einen gequälten Blick zu. Sie wissen, was einen Hund
 oder eine Katze in „mittleren“ Jahren erwartet – auch mit
 „Stammbaum“. 

Du musstest Deinem Sohn jeden Finger 
einzeln vom Halsband lösen, als er schrie „Nein, Papa,
 bitte! Sie dürfen mir meinen Hund nicht wegnehmen!“ Und 
ich machte mir Sorgen um ihn und um die Lektionen, die
Du ihm gerade beigebracht hattest: über Freundschaft 
und Loyalität, über Liebe und Verantwortung und über
 Respekt vor allem Leben.

Zum Abschied hast Du mir den Kopf getätschelt, meine
 Augen vermieden und höflich auf das Halsband und die
Leine verzichtet. Du hattest einen Termin einzuhalten
 und nun habe ich auch einen. Nachdem Du fort warst,
 sagten die beiden netten Damen, Du hättest
 wahrscheinlich schon seit Monaten von dem
 bevorstehenden Umzug gewusst und nichts unternommen, um
 ein gutes Zuhause für mich zu finden. Sie schüttelten
 den Kopf und fragten „Wie konntest Du nur?“ 

 12Sie kümmern sich um uns hier im Tierheim, so gut es 
eben geht. Natürlich werden wir gefüttert, aber ich
 habe meinen Appetit schon vor Tagen verloren. Anfangs 
rannte ich immer vor ans Gitter, sobald jemand an 
meinen Käfig kam, in der Hoffnung, das seiest Du – dass
 Du Deine Meinung geändert hättest – dass all dies nur 
ein schlimmer Traum gewesen sei… oder ich hoffte,
 dass es zumindest jemand wäre, der Interesse an mir
 hätte und mich retten könnte.

 Als ich einsah, dass ich nichts aufzubieten hatte gegen
 das vergnügte Um-Aufmerksamkeit-Heischen unbeschwerter
 Welpen, ahnungslos gegenüber ihrem eigenen Schicksal,
 zog ich mich in eine ferne Ecke zurück und wartete.

 Ich hörte ihre Schritte, als sie am Ende des Tages kam, 
um mich zu holen, und trottete hinter ihr her den Gang
 entlang zu einem abgelegenen Raum. Ein angenehm ruhiger
 Raum. Sie hob mich auf den Tisch und kraulte meine
 Ohren und sagte mir, es sei alles in Ordnung. 

Mein Herz pochte vor Aufregung, was jetzt wohl geschehen würde,
 aber da war auch ein Gefühl der Erleichterung. Für den
Gefangenen der Liebe war die Zeit abgelaufen. Meiner
 Natur gemäss war ich aber eher um sie besorgt. Ihre
 Aufgabe lastet schwer auf ihr, und das fühlte ich,
genauso wie ich jede Deiner Stimmungen erfühlen konnte.

 Behutsam legte sie mir den Stauschlauch an meine
 Vorderpfote an, während eine Träne über ihre Wange
f loss. Ich leckte ihr die Hand, um sie zu trösten,
genau wie ich Dich vor vielen Jahren getröstet hatte.
 Mit geübtem Griff führte sie die Nadel in meine Vene
 ein. Als ich den Einstich fühlte und spürte, wie die 
kühle Flüssigkeit durch meinen Körper lief, wurde ich
 schläfrig und legte mich hin, blickte in ihre gütigen
 Augen und flüsterte „Wie konntest Du nur?“ 

Vielleicht verstand sie ja die Hundesprache und sagte
deshalb  „Es tut mir ja so leid“.  Sie umarmte mich und
 beeilte sich mir zu erklären, es sei ihre Aufgabe dafür 
zu sorgen, dass ich bald an einem besseren Ort wäre, wo
 ich weder ignoriert noch missbraucht noch ausgesetzt 
werden könnte, oder auf mich allein gestellt wäre -
einem Ort der Liebe und des Lichts, vollkommen anders
 als dieser irdische Ort. Und mit meiner letzten Kraft
versuchte ich,  ihr mit einem Klopfen meines Schwanzes zu
verstehen zu geben, dass mein „Wie konntest Du nur?“ 
nicht ihr galt. 

Du warst es, mein geliebtes Herrchen, an den ich
 dachte. 12Ich werde für immer an Dich denken und auf Dich
 warten. Möge Dir ein jeder in Deinem Leben so viel 
Loyalität zeigen.


 

Einige Worte des Autors Jim Willis:

 Wenn „Wie konntest Du nur?“ Tränen in Ihre Augen trieb,
 dann erging es Ihnen genauso wie mir, als ich dies
 schrieb. Jedermann ist es erlaubt diese Geschichte 
weiterzugeben, solange es einem nicht kommerziellen
 Zweck dient. Erklären Sie der Öffentlichkeit, dass die 
Entscheidung, ein Haustier in eine Familie aufzunehmen
eine wichtige für das Leben ist, dass Tiere unsere 
Liebe und unseren Respekt verdienen.



 
Jemand hat das Bild in der Werbung gegen ein Bild der Realität im Schweinestall getauscht. Ich bekomm das leider nicht kopiert.

Beim Anblick des glücklichen Schweins in der Werbung kam mir dieser Gedankensprung:

 
 
 
 
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