Nachtrag zur Einheitsfeier

„Woran sollte man sich von der endlosen Verstellung, Falschheit und Heimtücke der Menschen erholen, wenn die Hunde nicht wären, in deren ehrliches Gesicht man ohne Mißtrauen schauen kann?“ Arthur Schopenhauer

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Eine Antwort zu Nachtrag zur Einheitsfeier

  1. Marion schreibt:

    Ein Nachtrag zum Nachtrag. Quelle Jürgen Todenhöfer: https://www.facebook.com/JuergenTodenhoefer?fref=phon :

    GAUCK EIN WIDERSTANDSKÄMPFER?
    Liebe Freunde, unser Bundespräsident ist bekümmert. Er müsse sich ganz schön anstrengen, um zu akzeptieren, dass der Linke Bodo Ramelow möglicherweise Thüringens Ministerpräsident werde. Das ist mir ein Demokrat! Ich hätte Ramelow zwar auch nicht gewählt. Aber er ist nun mal vom Volk gewählt, Gauck nicht. Nicht nur das macht es manchmal schwer, Gauck als Bundespräsidenten zu akzeptieren.

    Ramelow, war – schon weil er aus dem Westen kommt – nie Mitglied der SED, der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands. So wie Gauck nach Aussagen des DDR-Oppositionellen Hans-Jochen Tschiche nie richtiger Bürgerrechtler war. In der SZ schrieb Tschiche über Gauck: „Er sprang erst später auf den fahrenden Zug auf.“ Und fiel nie irgendwie auf. Bei der gefährlichen illegalen Vernetzung der Opposition gegen das DDR-Regime war er nach Aussagen des Mitglieds des ‚Neuen Forums‘ Heiko Lietz nie dabei. In der Friedensbewegung sei er ebenfalls nie verwurzelt gewesen. Das sei wohl nicht sein Thema gewesen.

    Der letzte DDR-Innenminister Peter-Michael Diestel legte 2000 zahlreiche eidesstattliche Erklärungen von SED-Funktionären und Mitarbeitern des Ministeriums für Staatssicherheit vor, wonach Gauck bei den DDR-Behörden außergewöhnliche Privilegien genossen habe. Er sei – so Diestel- „Begünstigter des DDR-Regimes und der Staatssicherheit“ gewesen. Gauck konnte diese Vorwürfe vor Gericht nicht entkräften.

    2007 ergab ein von Kultusstaatsminister Neumann in Auftrag gegebenes vertrauliches Gutachten, dass während Gaucks Amtszeit in der Stasi-Unterlagenbehörde Dutzende von Stasi-Mitarbeitern unbehelligt ihrer ‚Arbeit‘ nachgehen konnten. In dem Gutachten heißt es dazu wörtlich: „Parlament und Öffentlichkeit wurden bis 2006 über die genaue Zahl ehemaliger Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit getäuscht“. In Gaucks Amtszeit wurden die Zahlen der weiter beschäftigten hauptamtlichen Stasi-Mitarbeiter geradezu grotesk untertrieben. Genannt wurden 15, beschäftigt waren mehr als vier Mal soviel .“Honni soit, qui mal y pense“. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

    Ich mache mir diese kritischen Stellungnahmen über die nie voll durchleuchtete Vergangenheit unseres Bundespräsidenten ausdrücklich nicht zu eigen. Nur eines: Gauck scheint recht gut mit dem SED-Regime ausgekommen zu sein. Widerstandskämpfer gegen die SED war er nie. Eher Mitläufer. Seine Kritik an dem linken Ramelow ist daher bemerkenswert scheinheilig.

    Gauck ist leider kein Mann des Ausgleichs. Kein Václav Havel. Er spaltet. In Fragen von Krieg und Frieden, wo er alles tut, um den Krieg wieder salonfähig zu machen. In der Frage der Menschenrechte, wo er die Kriegsverbrechen wichtiger Verbündeter unseres Landes unter den Teppich kehrt. Und in der Frage, welche Bedeutung der Islam für unser Land hat. Hier distanzierte er sich von seinem Vorgänger Wulff, der gesagt hatte, der Islam gehöre zu Deutschland. Diesen Satz könne er so nicht übernehmen, sagte Gauck der ZEIT. Dem Islamgegner Sarrazin hingegen bescheinigte er ‚Mut‘.

    Nun hat Kanzlerin Merkel vor wenigen Tagen offiziell erklärt, „der Islam gehöre zu uns“. Man darf gespannt sein, wie der wendige Bundespräsident seine Ansichten mit der Aussage der Kanzlerin in Einklang bringen will. Wo er doch wirklich nie ein Widerstandskämpfer gewesen ist. Euer JT

    ————————————————————————–

    Und hier Jürgen Todenhöfers offener Brief vom Sommer an den Herrn Pfarrer:

    LIEBER HERR BUNDESPRÄSIDENT,

    Sie fordern, dass Deutschland mehr Verantwortung in der Welt übernimmt. Auch militärisch. Wissen Sie wirklich, wovon Sie reden? Ich bezweifle es und habe daher vier Vorschläge:

    1. Ein Besuch im syrischen Aleppo oder in Homs. Damit Sie einmal persönlich erleben, was Krieg bedeutet.
    2.Vier Wochen Patrouillenfahrt mit unseren Soldaten in afghanischen Kampfgebieten. Sie dürfen auch Ihre Kinder oder Enkel schicken.
    3. Ein Besuch eines Krankenhauses in Pakistan, Somalia oder im Yemen – bei unschuldigen Opfern amerikanischer Drohnenangriffe.
    4. Ein Besuch des deutschen Soldatenfriedhofes El Alamein in Ägypten. Dort liegen seit 70 Jahren 4.800 deutsche Soldaten begraben. Manche waren erst 17. Kein Bundespräsident hat sie je besucht.

    Nach unserem Grundgesetz haben Sie „dem Frieden zu dienen“. Angriffskriege sind nach Artikel 26 verfassungswidrig und strafbar. Krieg ist grundsätzlich nur zur Verteidigung zulässig. Sagen Sie jetzt nicht, unsere Sicherheit werde auch in Afrika verteidigt. So etwas ähnliches hatten wir schon mal. 100.000 Afghanen haben diesen Unsinn mit dem Leben bezahlt.

    Wie kommt es, dass ausgerechnet Sie als Bundespräsident nach all den Kriegstragödien unseres Landes schon wieder deutsche Militäreinsätze fordern? Es stimmt, wir müssen mehr Verantwortung in der Welt übernehmen. Aber doch nicht für Kriege, sondern für den Frieden! Als ehrlicher Makler. Das sollte unsere Rolle sein. Und auch Ihre.

    Ihr Jürgen Todenhöfer

    PS: Mir ist ein Präsident lieber, der sich auf dem Oktoberfest von Freunden einladen läßt, als einer der schon wieder deutsche Soldaten ins Feuer schicken will. Von seinem sicheren Büro aus. Fast bekomme ich Sehnsucht nach Wulff. Der wollte Menschen integrieren, nicht erschlagen.

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