„Wettlauf der Gerissenheit“…

…nannte der englische Ökonom John Maynard Keynes (1883-1946) einst die heute zur Norm gewordenen Börsen-Spekulationen. Es müßte eigentlich dem letzten Ignoranten klar werden: die Richtungen für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft kommen nicht aus gewählten Parlamenten, sondern letztendlich aus dem Weltkasino mit dem Bullen:

Soeben lese ich, daß die Dürre in den USA die Lebensmittelpreise explodieren lassen wird. Die Vereinten Nationen warnen bereits vor einer neuen Hungerkrise. Doch Spekulanten an den Warenterminbörsen investieren gerade jetzt in Agrarrohstoffe, um von den steigenden Preisen zu profitieren. Spekulieren auf Hunger und Tod – was für ein zynisches Geschäft läuft da ab.

Da durch die Ernteausfälle die Preise ohnehin in die Höhe schießen, müßte doch jeder so viel Anstand haben, daß er an dieser zusätzlichen Verteuerung durch Spekulation nicht teilnimmt. Denn in den ärmsten Regionen der Welt werden Hunger und Tod folgen. Und nicht vergessen: gleichzeitig werden in den wohlhabenden, vom Überfluß getriebenen Ländern laut unterschiedlicher Studien etwa 40 Prozent der Lebensmittel in der gesamten Kette von Produktion  bis zum Verbrauch verschwendet.

Einfach zum Nachdenken: Tanz ums Goldene Kalb und der Bulle in Wallstreet – eine zufällige Symbolik? 

 

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